Armutsbericht: Die Bundesregierung hat diese brisante Studie zum Einfluss der Reichen auf die Politik entschärft

By Leonhard Landes

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg
  • Die Bundesregierung hat in ihrem Armutsbericht eine Studie zum Einfluss von Reichen auf die Politik entschärft

  • In der „Zeit“ berichtet die Autoren der Studie nun ihre Ergebnisse

  • Ihre Erkenntnis: Politische Entscheidungen in Deutschland fallen im Sinne der Reichen und zulasten der Armen aus

Die Bundesregierung hat im fünften Armutsbericht eine brisante Studie entschärft. Die Forscher untersuchten darin, wer mehr Einfluss auf die Politik hat: die armen oder reichen Menschen in Deutschland.

Die Regierung strich Sätze der Studie oder formulierte Passagen um, wie bereits im Dezember bekannt wurde. Am vergangenen Mittwoch einigte sich nun das Kabinett auf die endgültige Version des Armutsberichts. Die Studie zum Einfluss der Reichen auf die Politik findet sich auch darin kaum wieder.

Sind sie der Regierung im Wahlkampfjahr zu brenzlich?

In der Wochenzeitung “Die Zeit” melden sich die Forscher der Studie zu Wort und berichten über ihre Ergebnisse.

Politische Entscheidungen im Sinne der Reichen

Ihr Urteil ist eindeutig: Politische Entscheidungen werden in Deutschland eher im Sinne der Reichen gefällt. Mit “reich” sind dabei jedoch keine Millionäre mit Yacht und Villa gemeint. Sondern Menschen, die alleine über ein Nettoeinkommen von 3500 Euro verfügen.

Die Politikwissenschaftler der Universität Osnabrück untersuchten für ihre Studie 252 politische Sachfragen zwischen 1998 bis 2015, bei denen es um konkrete Reformvorschläge ging. Sie mussten innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden, um in die Studie einzufließen.

Dabei ging es um die Einführung des Mindestlohns oder einer gesetzlichen Frauenquote in Führungsetagen von Unternehmen.

Der Wille der Armen wird nicht repräsentiert

Mit Umfragen ermittelten die Autoren der Studie, wie hoch jeweils die Zustimmung der Menschen mit niedrigem, mittlerem oder hohem Haushaltseinkommen zu einer Reform ausfiel.

Das Ergebnis beim Vergleich mit den tatsächlich durchgeführten Reformen: Eine Politikveränderung ist sehr viel wahrscheinlicher, wenn eine große Mehrheit der Spitzenverdiener sie befürwortet. “Für Menschen mit geringem Einkommen finden wir dagegen keinen Zusammenhang zwischen der Stärke

Source:: The Huffington Post – Germany

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.