Das meint BLICK zu Raphael Wicky: Ein Risiko – aber mutig und konsequent

By Andreas Böni

Wicky bringt Vieles mit, schreibt BLICK-Fussball-Chef Andreas Böni. Aber seine Ernennung ist auch ein grosses Risiko.

Raphael Wicky ist Trainer des grossen FC Basel – das ist eine spannende, aber auch höchst riskante Lösung der neuen Basler Führung. Diese hat zum Ziel ausgerufen, mehr auf den Nachwuchs und einheimische Spieler zu setzen. Da ist es konsequent, auf einen 39-jährigen Schweizer Trainer zu setzen.

Aber kann das Wicky? Grundsätzlich bringt er grosse Qualitäten mit. Sein taktisches Verständnis gilt als brillant. Sein Auftreten im TV ist vielleicht ein bisschen spröde, aber stets kompetent und freundlich. International hat er als Spieler bei Atletico Madrid oder dem Hamburger SV grössere Hausnummern als den FC Basel gesehen. Und er spricht Englisch, Französisch und Spanisch.

Allerdings muss man auch klar sagen: Es ist ein grosses Risiko, dass der FC Basel auf einen sehr unerfahrenen Nachwuchs-Trainer setzt. Thorsten Fink als ehemaliger Meister-Trainer wäre die risikoärmere Variante gewesen.

Dass Wicky als Trainer noch nicht in der höchsten Liga im Gegenwind stand, nicht beispielsweise in Luzern oder St. Gallen durch ein Stahlbad der Kritik gehen musste, ist ein Nachteil. Die Zielsetzung ist ein Brett: Das Double und mindestens Platz 3 in der Champions-League-Gruppenphase.

Aber Wicky verdient als junger Schweizer Trainer Kredit. Ein Beliebtheitsproblem wird er auch kaum haben. Schliesslich stammt er aus dem gleichen Kanton wie die Eltern des neuen FCB-Präsidenten Bernhard Burgener. Und die Walliser, die mag man eigentlich in der Restschweiz.

Source:: Blick.ch – Sport

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