Drei Jahre nach MH370-Absturz: Malaysia Airlines führt Live-Tracking für Flugzeuge ein

Ein Jet der Malaysia Airlines in Kuala Lumpur.

Künftig kann die Malaysia Airlines ihre Flugzeuge in Echtzeit verfolgen. Die Airline führt nächstes Jahr ein neuartiges System ein.

Gut drei Jahre nach dem Verschwinden einer ihrer Passagiermaschinen will Malaysia Airlines ein globales und satellitengesteuertes Flugverfolgungssystem einführen. Diese neue Technologie könne Flugzeuge auch in entlegenen Gebieten in Echtzeit orten, sagte ein Sprecher der Fluglinie gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

Kein Zusammenhang mit dem verschwundenen Flug MH370

Malaysia Airlines will das neue System 2018 als erste Fluggesellschaft in Betrieb nehmen. Die Entscheidung für eine solche globale Flugverfolgung per Satellit stelle das Unternehmen aber nicht in einen Zusammenhang mit dem verschwundenen Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord, sagte der Sprecher.

Vielmehr sei diese neue Technologie erst seit kurzem verfügbar. Die Firma Aireon solle das System liefern. Dieselbe Technik will auch Qatar Airways nutzen.

Die Swiss allerdings benutzt bereits ein ähnliches System, das mit seinen Funktionen die gleichen Überwachungsmöglichkeiten biete, wie die Fluggesellschaft auf Anfrage mitteilt. „Zudem erhalten wir von unseren Flugzeugen mindestens alle 15 Minuten eine Positionsmeldung mit Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Treibstoff an Bord», sagt Sprecherin Karin Müller zu BLICK.

Mysteriöser Absturz verlieh neuen Systemen Schub

MH370 ist am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Vermutlich stürzte die Maschine in einem 120’000 Quadratkilometer grossen Gebiet im Indischen Ozean ab. Die von Malaysia, Australien und China organisierte offizielle Suche kostete rund 141 Millionen Euro und wurde am 17. Januar eingestellt – sie war erfolglos.

Dieser mysteriöse Fall hatte vielfach den Ruf nach besseren Systemen zur Verfolgung des Flugwegs laut werden lassen. Das neue System, das sich auf die ADS-B-Technologie stützt, ermögliche es, Maschinen auch in Gegenden im Blick zu haben, in denen es bisher keine Überwachung gebe, teilte Aireon mit. Dazu würden vor allem die Ozeane gehören. (SDA/bam)

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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