Kälteeinbruch: Viele zittern um die Ernte im Bezirk Kufstein

By no-reply@meinbezirk.at (Barbara Fluckinger) Bei BEZIRK (bfl/nos). Landwirte, Obstbauern, Gärtner und Pflanzenliebhaber im Bezirk zittern schon seit Ostermontag. Nicht, weil ihnen der aktuelle Kälteeinbruch mit eisigen Temperaturen und Schneestürmen selbst zu schaffen machte – sie fürchten um ihre heurige Ernte.
Temperaturen von teilweise unter -5°C ließen die Produzenten mit schlaflosen Nächten zurück. Durch die vorhergehende Wärmeperiode im März setzte die Vegetation und damit auch die Obstblüte stellenweise bis zu drei Wochen früher ein als gewohnt, was nun verheerende Folgen für die Anbauer haben könnte. Eine ähnliche Kältewelle im Vorjahr bescherte in Ostösterreich stellenweise Ernteausfälle von bis zu 99 Prozent.
Im Vergleich zur Region um Innsbruck und dem Tiroler Apfelmekka rund um Haiming ist Kufstein kein besonders starker Obstbaubezirk, doch auch hier mussten zahlreiche Fruchtproduzenten bangen oder erfinderisch werden.

Die Beerenprofis heizten ein
Zwischen Gut Matzen und St. Gertraudi in Reith im Alpbachtal säumen hunderte Beerenpflanzen die Bundestraße. Die „Floberry“-Plantagen von Naomi und Florian Hechenblaikner standen in voller Blüte, als die Hiobsbotschaft von der Kältewelle eintraf. Mit dem Temperatursturz begannen dort auch die Gegenmaßnahmen: Die blühenden Stauden wurden in mühseliger Handarbeit abgedeckt, um sie gegen den Frost zu schützen. In den Nächten vom 19. bis zum 21. April blieb Florian Hechenblaikner gleich überhaupt bei seinen Pflanzen und versuchte mittels kleiner kontrollierter „Feld-Öfen“ die Luft rund um seine Schützlinge zu erwärmen. „Wir müssen das auch über’s Wochenende weiter im Auge behalten und stehen jedenfalls auch nachts bereit“, erklärte Naomi Hechenblaikner. „Floberry“ produziert Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren und veredelt diese auch zu Marmeladen, Chutneys, Sirup und Likör.

Auch das beliebte „Erdbeerland“ bei Radfeld versuchte sich mit Planen und Decken gegen die Minusgrade zu helfen, wie ein…

Source:: Meinbezirk.at

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