Mafioso und Kardinal: Schauspieler Toni Bertorelli gestorben

Der italienische Schauspieler Toni Bertorelli ist tot. Er habe bereits seit Anfang Mai in einem Krankenhaus in Rom gelegen und sei am Freitag im Alter von 69 Jahren gestorben, berichteten italienische Medien am Samstag unter Berufung auf Bertorellis Ehefrau Barbara.

Der im Piemont geborene Darsteller war vor allem für seine zahlreichen Rollen als Mafioso in TV-Serien und Filmen bekannt.

Zuletzt war er in der Fernsehserie „The Young Pope» mit Jude Law in der Hauptrolle zu sehen, wo Bertorelli den Cardinale Caltanissetta spielte. Weitere Auftritte hatte er etwa in Mel Gibsons „Die Passion Christi» (2004) und in Marco Bellocchios „Der Prinz von Homburg» (1997). Die Beerdigung soll der Witwe zufolge am Montag in Rom stattfinden.

Source:: Stern – Kultur

Für Tagträume

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Amelia Murray aus Auckland bevorzugt es auf ihrem Debütalbum unter dem Alias Fazerdaze reduziert: Gitarren, Bass, Drumcomputer und dezent beigestellte Keyboards und Synthesizer bilden das Fundament für die zehn betont einfach gehaltenen Songs, mit denen auf „Morningside“ bereits in einer halben Stunde alles gesagt sein wird. Bis auf die etwas flottere, mit einem Motorikbeat flirtende Singleauskopplung „Lucky Girl“ kommt die Geschwindigkeit meistens nicht über die Midtempozone hinaus – was auch…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Sound des Erwachsenwerdens

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Cleo Tucker an der Gitarre und Harmony Tividad am Bass bilden zusammen Girlpool. Das kauzige Folkpunk-Duo aus Los Angeles erfreute auf einer selbstbetitelten EP und auf dem Debütalbum „Before The World Was Big“ (2015) mit einem minimalistischen Sound zwischen windschiefem Duettgesang und verschroben-offenherzigen Texten über das Jungsein. In entwaffnend-unverstellten Songminiaturen ohne Schlagzeug vertonte die Band die aufregenden Jahre des Erwachsenwerdens.Ohne Ironie und Zynismus zelebrierten…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Im Tod lacht das Pferd die Soldaten aus

By Peter Pisa

Eine fast vergessene Erzählung des Nobelpreisträgers Claude Simon

In der Scheune liegt ein sterbendes Pferd, es schaut jeden an, als wäre er schuld an seinem Elend. Das Pferd ist ein Schlachtross. Der französische Soldat, der auf ihm in den Krieg geritten ist, hat sich geärgert, weil es trippelte, und hat ihm mit dem Helm auf den Kopf geschlagen, und bei einer Rast in einem Bergdorf hat sich das Pferd niedergelegt und ist nicht mehr aufgestanden.

Ist es dann tot, wird es grinsen. Wird die Menschen auslachen. Welche Idioten sie sind. Wir sind …

Nobelpreis

Aus dieser kleinen, rhythmischen, fast vergessenen Erzählung – nun erstmals übersetzt – bereitete Claude Simon (1913–2005) einen großen Teil seines Werks auf: jenen, der sich dem Krieg widmete. 1985 bekam er Nobelpreis verliehen.

Der grinsende Pferdeschädel und der überlebende Soldat , der sich inmitten der Leichen wundert, dass er noch lebt: Diese Bilder halfen Simon, eigene Kriegserlebnisse in Flandern zu verarbeiten bzw. das zu tun, was nicht stirbt: schreiben.

Claude Simon: „Das Pferd“
Übersetzt von Eva Moldenhauer.
Berenberg Verlag. Nachwort von Mireille
Calle-Gruber.
164 Seiten.
22,70 Euro.

KURIER-Wertung: ****

Source:: Kurier.at – Kultur

Ed Sheeran: Der Star von nebenan

By Andreas Bovelino

Niemand verkauft zurzeit mehr CDs als Ed Sheeran. Die Fans lieben ihn, und Superstars wie Beyoncé schmücken sich geradezu mit dem bebrillten Rotschopf aus Yorkshire, obwohl der wie die Antithese eines Stars wirkt. Oder ist es gerade deshalb, WEIL Sheeran so unspektakulär ist? Die „freizeit“ ist dem Geheimnis seines Erfolges auf der Spur.

Dicke Brille, rote Haare und ein bisschen moppelig. Dazu ein riesiges portweinfarbenes Muttermal im Gesicht, ein Stottern, das nicht verschwinden wollte und ein kaputtes Trommelfell, das ihn daran hinderte, je mit Freunden schwimmen zu gehen. Nein, als Kind war Ed Sheeran nicht der Coole an der Schule. „Ich war nicht beliebt, hatte kaum Freunde. Man kann sagen, die erste Hälfte meines Lebens hatte ich nicht viel Spaß“, sagt der 26-Jährige. Und: „Dafür läuft es jetzt umso besser. Und ehrlich gesagt ist es mir lieber so als umgekehrt. Die meisten der damals angesagten Kids haben’s dafür jetzt ziemlich langweilig …“

Ed Sheeran sieht seine Kindheit dennoch positiv. Sein Vater war Uni-Lektor, nahm ihn mit auf Konzerte, zu Ausstellungen und Theateraufführungen. Seine kunstbegeisterte Mutter strickte ihm und seinem Bruder die abenteuerlichsten bunten Pullover Englands, Fernsehen gab es nicht, nur ein paar Videokassetten mit Filmen von Richard Attenborough. „Anders zu sein wurde für mich auf diese Weise ganz normal. Und irgendwann hatte Gott ein Einsehen, ich bekam eine Gitarre und alles wurde anders.“ Wobei, als Ed sich mit elf Jahren erstmals an Eric Claptons „Layla“ versuchte und mit Eminems Rap-Songs, die er auswendig lernte, endlich sein Stottern loswurde, hätte er sich wohl nicht träumen lassen, WIE anders alles werden sollte. Dass Mr. Clapton ihn nur neun Jahre später, nach einem Fernsehauftritt bei Jools Holland, kontaktieren würde, um mit ihm Gitarre zu spielen. Dass Jamie Foxx ihn in sein Haus in L.A. einladen und sein Studio für Aufnahmen zur Verfügung

Source:: Kurier.at – Kultur

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