Rupert Everett liebt Oscar Wilde

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Ein bisschen rote Farbe ins Gesicht geschmiert, dann sieht man gleich viel lebendiger aus. Und dann ab auf die nächste Party. Oscar Wilde, Dandy, Dichter und Lebemann, hat seine letzten Lebensjahre in Paris verbracht, wo er im Jahr 1900 völlig verarmt und im Alter von nur 46 Jahren starb. Zuvor musste er wegen „homosexueller Unzucht“ für zwei Jahre ins Gefängnis, und diese Zeit markierte den Anfang vom Ende seiner Gesundheit. Dann vegetierte Wilde tagsüber in Paris nur mehr vor sich hin…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Kanonen aus Papier

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Wenn die Kanone singt, der Euro in die Kasse springt: Welch ein Jahr des Ablasshandels ist 2018 für den Sachbuchleser! Das Kriegerische ganz vorne mit dabei. Worüber sollte man denn sonst jubiläenhalber schreiben? Darüber, dass hundert Jahre zuvor ein Krieg beendet wurde? Frieden ist fade, das ist die Devise. Ohne Konflikt kein Buch – das gilt mittlerweile auch für Sachbücher. Zum Beispiel: Wo sind die Bücher über das 1818er Jahr? Was da war im Jahr 1818? – Auf dem Aachener Kongress schreiben…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

E-Gitarren im Würgegriff

By Michael Huber

Die berühmte Marke Gibson steht laut US-Medien vor dem Bankrott.

Nachrichten über den Tod der elektrischen Gitarre zirkulieren seit einiger Zeit – ob sie übertrieben sind, dürfte sich noch heuer erweisen. Denn der Gitarrenhersteller Gibson soll nach Berichten von US-Medien vor dem Bankrott stehen.

Der Grund dafür ist nur indirekt im fehlenden Glanz der Instrumente zu suchen, die enger als alle anderen mit der populären Musik des 20. Jahrhunderts in Verbindung stehen: Denn dass die Sechssaiter mit Namen wie „Les Paul“, „SG“, „Flying V“ oder „Thunderbird“ nicht mehr die großen Umsätze bringen, wusste man seit längerem. Gibson hat sich primär beim Versuch, dies abzufedern, verspekuliert.

Mehr als 500 Millionen US-Dollar betragen allein die Schulden, die im Juli und August dieses Jahres für die Firma mit Hauptquartier in der Musikhauptstadt Nashville/Tennessee fällig werden. Schon im August 2017 hatte die Ratingagentur Moody’s deshalb die Bonität des Unternehmens herabgestuft und dabei die schwache Betriebsleistung der Firma gerügt.

Insgesamt erwirtschaftet der Gibson-Konzern mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz im Jahr. Zuletzt versuchte man sich abseits der Gitarren breiter aufzustellen und ging mit viel geborgtem Geld auf Shoppingtour. Besonders in der Konsumelektronik-Sparte von Philips, die Gibson 2014 erwarb, wolle man sich auf „Produkte mit größerem Wachstumspotenzial“ fokussieren, ließ Konzern-Chef Henry Juszkiewicz in der Vorwoche per Aussendung wissen – gemeinsam mit der Botschaft, dass man an der Umschichtung und Abtragung des Schuldenbergs arbeite. Zusatz: „Wenngleich die Musikinstrumenten-Sparte profitabel ist (…) liegt sie doch unter dem Erfolgslevel, dass wir vor einigen Jahren noch sahen.“

Investoren-Blues

Das letzte Wort scheint also noch nicht gesprochen, wenngleich die Zeit knapp zu werden droht. Für Gitarrenfans in aller Welt ist die Marke Gibson freilich mehr als ein Mischkonzern, der „irgendwie mit Musik“ zu tun hat. Bereits vor der Rock-Ära war der Name eine Legende, denn Firmengründer Orville Gibson gilt als der erste, der das Prinzip

Source:: Kurier.at – Kultur

Nach Küberl-Abgang: Kirche nimmt ihren neuen Rat in Schutz

By Philipp Wilhelmer

Der Sprecher der Bischofskonferenz verweist auf die Unabhängigkeit Alfred Trendls. Die SPÖ verlängert vorläufig wieder Dietmar Hoscher.

Der ehemalige Caritas-Präsident Franz Küberl ist im ORF-Stiftungsrat nach 20 Jahren nicht mehr vertreten (der KURIER berichtete). Er habe aus „glaubwürdiger Quelle“ erfahren, dass er nicht mehr von der Regierung nominiert werde, so Küberl am Montag.

Aber wer ist der Neue? Medienberichten zufolge soll der Steuerberater und Publikumsrat Alfred Trendl auf Küberl folgen. Ihm wurde – etwa von der Presse – eine ÖVP-Nähe zugeschrieben. Was symbolisch heikel ist: Küberl war bisher der einzige wirklich politisch unabhängige ORF-Rat, den die Regierung beschicken konnte. Würde der Neue an den informellen Fraktionssitzungen der ÖVP teilnehmen, hätte schwarz-blau das letzte politische Feigenblatt geopfert. Gleichzeitig hätte die Regierung mit seiner Stimme die Zwei-Drittel-Mehrheit im Stiftungsrat, die notwendig zur Ablöse der Geschäftsführung wäre.

Gegen Punzierung

Offiziell ist noch kein Stiftungsrat bestellt, wie auch die Kirche betont. Dort weist man die Vorab-Punzierung auf KURIER-Anfrage aber zurück. Der Sprecher der Österreichischen Bischofskonferenz, Paul Wuthe, verwies darauf, dass Trendl von der Kirche in den Publikumsrat (die Hörer- und Sehervertretung) entsendet worden sei und dort ebenfalls an keinen Fraktionssitzungen teilnehme. „Er übt sein Mandat unabhängig aus“, so Wuthe.

Wann Trendl bestellt wird, ist noch offen. Aus Regierungskreisen war am Montag zu erfahren, dass die Stiftungsräte diese Woche (Ministerrat ist am Mittwoch) vorläufig nicht auf der Tagesordnung stehen.

Eile besteht jedenfalls keine, denn die nächste Stiftungsratssitzung ist erst am 22. März. Die Mehrzahl der Stiftungsräte wird formal stets vom Kanzleramt beschickt, wobei sich auch diesmal das Machtverhältnis im obersten ORF-Gremium ändert: Die Regierungsparteien stellen wie stets mit deutlichem Abstand die Mehrheit vor dem Rest der Räte. Die SPÖ-Fraktion schrumpft damit von von 13 auf fünf Räte zusammen.

Zores in OÖ

Unklar ist offenbar noch, wieviele Mandate die FPÖ bekommt. Während am Wochenende die Rede davon war, dass das (schwarze) Ticket aus

Source:: Kurier.at – Kultur

Der Irrsinn der Macht

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Es sind kollektive Sehnsuchtsbilder, die Claus Guth verhandelt. Im konkreten Fall das Sehnen nach einem strahlenden Helden. Nach einem, der unbesiegbar scheint, von nichts und niemandem korrumpiert. Einer, der sich abhebt von den anderen, der Lebendigkeit und Glanz in die graue Alltäglichkeit oder gar Tristesse bringt. Und es sind natürlich die Mechanismen des Aufstiegs und des Falles eines solchen Helden, die den deutschen Regisseur interessieren – studiert und inszeniert in allen…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

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