Nazif Mujić: Berlinale-Gewinner stirbt völlig verarmt

Der Bosnier Nazif Mujić, Preisträger der Berlinale 2013, ist gestorben. Er war Darsteller in dem halbdokumentarischen Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ des Regisseurs Danis Tanovic. Mujić spielte darin zusammen mit seiner Roma-Familie eine Episode aus seinem Leben nach und erhielt dafür den Silbernen Bären als Bester Darsteller. Der Bosnier, über dessen Alter keine exakten Angaben vorliegen,…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Kultur

Blümel will Budgetkürzungen verhindern

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Die Berlinale ist das Aushängeschild des deutschsprachigen Films, und daher auch für den österreichischen Film ein wichtiger Termin: Nicht weniger als ein Dutzend Filme laufen in den offiziellen Programmen der Berlinale – darunter auch Katharina Mücksteins „L’Animale“ oder Wolfgang Fischers „Styx“ in der Programmsektion Panorama. Grund genug für Österreichs frisch angelobten Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP), den traditionellen Empfang der Österreicher bei der Berlinale persönlich wahrzunehmen…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Blümel will Budgetkürzungen bei der Kultur verhindern

By Wiener Zeitung | www.wiener-zeitung.at

Die Berlinale ist das Aushängeschild des deutschsprachigen Films, und daher auch für den österreichischen Film ein wichtiger Termin: Nicht weniger als ein Dutzend Filme laufen in den offiziellen Programmen der Berlinale – darunter auch Katharina Mücksteins „L’Animale“ oder Wolfgang Fischers „Styx“ in der Programmsektion Panorama. Grund genug für Österreichs frisch angelobten Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP), den traditionellen Empfang der Österreicher bei der Berlinale persönlich wahrzunehmen…

Source:: Wiener Zeitung – News Kultur

Anne Will zum Fall Yücel: Freigelassen, aber nicht freigesprochen

<a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/kultur/tv/tv-kritik-anne-willdeniz-yuecel-freigelassenaber-nicht-freigesprochen-7868852.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ >

Und wieder hat Anne Will eine Chance vertan. Denn statt vor allem ihren Gast Peter Steudtner zu Wort kommen zu lassen, einen Menschenrechtsaktivisten, der, wie Deniz Yücel, in der Türkei inhaftiert war, durften am Ende doch wieder die Politiker die immer gleichen Phrasen dreschen.

Obwohl, so ganz stimmt das nicht. Auch der Chefredakteur der Zeitung „Die Welt“, Ulf Poschardt, kam zu Wort. Sein Lobgesang auf Yücel war nur irgendwie nicht zielführend. Es steht ja außer Frage, dass die Inhaftierung des Journalisten und seine neunmonatige Einzelhaft unmenschlich und falsch waren, dass jeder der 367 Tage, die Yücel eingesperrt war, ein Tag zu viel war.

<a target="_blank" rel="nofollow" title='"Welt"-Journalist zurück in Deutschland: Yücel nach seiner Freilassung: "Es bleibt etwas Bitteres zurück"' href="https://www.stern.de/politik/ausland/deniz-yuecel-nach-seiner-freilassung-es-bleibt-etwas-bitteres-zurueck7867524.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Yücel in Berlin mit Videobotschaft_8.50Will selbst gab ein enttäuscht wirkendes Statement ab, dass man Deniz Yücel selbstverständlich auch eingeladen habe, er aber absagte, weil er die Freiheit mit seiner Frau und Freunden genießen wolle. Poschardt war dann wohl als Ersatz eingeladen, bot aber wenig Informatives, außer den widerkehrenden Hinweisen, was für ein besonderer Mensch und Journalist Yücel sei. Vielleicht sind diese Betonungen auch den letzten Tagen geschuldet, in denen in den sozialen Netzwerken immer wieder Stimmung gegen Yücel gemacht wurde. Nur: Diese Überbetonung, beinahe Heiligsprechung eines Kollegen, die wird bei den Kritikern sicher auch kein Umdenken bewirken.

Frei aber in der Freiheit beschränkt

Das hätte Steudtner sicher besser gekonnt. Der Menschenrechtsaktivist wurde am 18. Juli 2017 während eines Workshops in der Türkei festgenommen und saß dreieinhalb Monate ohne Anklageschrift im Gefängnis. Er wurde, wie nun auch Yücel, überraschend freigelassen. „Ich fühle mich ganz klar frei, aber in dieser Freiheit ganz klar beschränkt. Ich bin freigelassen, aber nicht freigesprochen.“ Und das gilt nicht nur für ihn, sondern auch für den Korrespondenten der „Welt“.

<a target="_blank" rel="nofollow" title="AfD zu #FreeDeniz:

Source:: Stern – Kultur

Wenn die Nazi-Vergangenheit zur Gegenwart wird

By Alexandra Seibel

„L’Animale“, ein feines Porträt von Katharina Mückstein; und Petzolds „Transit“.

Rosamunde Pike ist auf Berlinale-Besuch und trägt ein Abzeichen: „Time’s Up“, ist darauf zu lesen, jener mittlerweile berühmte Aufruf, der sich im Zuge der #MeToo-Debatte rund um sexuellen Missbrauch formuliert hat.

Die britische Schauspielerin unterstützt mit ihrer Plakette die Forderungen nach Gleichberechtigung, die bei der zeitgleich stattfindenden britischen Filmpreisverleihung BAFTA erhoben wurden. Doch tatsächlich ist die #MeToo-Debatte in Berlin angekommen. Auch die österreichische Regisseurin Katharina Mückstein, die im Rahmen der Sektion Panorama Special ihren zweiten Spielfilm „L’Animale“ vorstellte, betonte nicht nur in ihrer Filmarbeit die Wichtigkeit von Geschlechterpolitik. Es gehe darum, mit verkrusteten Vorstellungen von Rollenbildern auf Konfrontationskurs zu gehen, meinte Mückstein während des Pressegesprächs: Dazu liefere die #MeToo-Debatte einen progressiven Diskurs. Genau dieses Unterlaufen von vorgefertigten Geschlechterpositionen unterfüttert auch Mücksteins fein beobachtetes Familien-Porträt „L’Animale“: Die Maturantin Mati – wie auch in „Talea“ perfekt verkörpert von der jungen Wienerin Sophie Stockinger – hat eine Vorliebe fürs Motocross-Fahren und ist Teil einer ruppigen Burschengruppe. Ihre ehrgeizige Mutter (die famose Kathrin Resetarits) möchte, dass die (zögerliche) Tochter in ihre Fußstapfen steigt. Als sich Mati unerwartet für ein anderes Mädchen zu interessieren beginnt, setzen emotionale Irritationen ein.

Nachdem für Mückstein Geschlechterpolitik keineswegs nur Frauenthema sei, befragt „L’Animale“ auch Konzepte von Männlichkeit: Auch Matis Vater, feinfühlig gespielt von Dominik Warta, kämpft mit seiner Homosexualität und sieht seinen eigenen Lebensentwurf in Frage gestellt.

Bärenjagd

Bereits einen Silbernen Bären konnte der deutsche Regisseur Christian Petzold für seinen Film „Barbara“ gewinnen. Mit seiner Anna-Seghers-Verfilmung „Transit“, die im Hauptwettbewerb lief, taucht er nun tief in die Geschichte ein – und bleibt dabei ganz in der Gegenwart.

Seghers Roman erzählt von der Flucht deutscher Emigranten während der NS-Zeit; doch Petzold erspart sich die historische Kostümierung und lässt seine Geschichte im Marseille der Gegenwart spielen. So lautet zwar das Geburtsjahr von seinem jungen Protagonisten Georg

Source:: Kurier.at – Kultur

1 2 3 4 5 58