Regisseurin Breth im Interview: „Ein Spiel ziemlich harscher Art“

By Thomas Trenkler

Die Regisseurin über Harold Pinters bizarres Stück „Die Geburtstagsfeier“, das als Koproduktion mit dem Burgtheater am 28. Juli bei den Salzburger Festspielen Premiere hat.

Petey und Meg, beide Mitte 60, betreiben eine biedere Frühstückspension am Meer, in der sich – als einziger Gast – Stanley einquartiert hat. Der Mann behauptet, ein talentierter Konzertpianist gewesen zu sein. Eingeladen von Petey tauchen die beiden Brandstifter, Goldberg und McCann, auf. Sie regen eine Party für Stanley an, da dieser doch Geburtstag habe. Und dann verbreiten sie Angst und Schrecken – auf subtile wie auch brutale Art.

„Die Geburtstagsfeier“, das zweite Stück von Harold Pinter, war kein Erfolg: Der britische Dramatiker schaffte den Durchbruch erst zwei Jahre später, 1960, mit „Der Hausmeister“. Schon recht früh, 1973, erhielt Pinter den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur; 2005, drei Jahre vor seinem Tod, wurde ihm der Nobelpreis verliehen. Viel gespielt wird Pinter hierzulande aber nicht; zuletzt, Anfang 2016, brachte Miloš Lolić im Kasino des Burgtheaters das äußerst gesellschaftskritische Stück „Party Time“ (1991) heraus.

Zuvor, 2014, hatte Andrea Breth im Residenztheater von München „Der Hausmeister“ herausgebracht. In der Folge beschäftigte die Regisseurin, 1952 in Rieden bei Füssen geboren, sich mit der „Geburtstagsfeier“, die sie im KURIER-Interview als das „viel spannendere Stück“ bezeichnet: Ihre Inszenierung, eine Koproduktion mit dem Burgtheater, hat am 28. Juli bei den Salzburger Festspielen Premiere. Den Stanley spielt Max Simonischek, als Peiniger dringen Roland Koch und Oliver Stokowski in die bürgerliche Welt ein.

KURIER: Wie kamen Sie auf Harold Pinter, der ein wenig in Vergessenheit geraten ist?

Andrea Breth: Man macht immer wieder einmal Literatur-Bestandsaufnahmen: Man liest nach vielen Jahren ein Stück und schaut, ob es mit einem etwas macht. Und ich kümmere mich, wenn ich finde, dass die Stücke eine gewisse Zeitgemäßheit haben, gerne um Autoren, die nicht mehr so oft gespielt werden. Im Falle

Source:: Kurier.at – Kultur

Falsche Klimt-Rückgabe: Eine Statement aus dem Reißwolf

By Thomas Trenkler

Trenklers Tratsch. Lederer-Erben zweifeln an der Argumentationskette des Rückgabebeirats im Jahr 2000 bezüglich „Apfelbaum II“

Vor ein paar Tagen konnten Sie im KURIER lesen, dass die Republik im Jahr 2000 ein Bild von Gustav Klimt, „Apfelbaum II“, fälschlicherweise an die Erben nach Nora Stiasny restituiert hat. Denn das Gemälde, das im Belvedere hing, hatte dem Industriellen August Lederer gehört.

Unmittelbare Folgen gibt es keine, weil die Lederer-Erben (nach derzeitigem Wissensstand) keinen rechtlichen Anspruch auf das Gemälde haben: Es fehlt der Nachweis, dass der „Apfelbaum II“ in der NS-Zeit beschlagnahmt wurde – wie die restliche Sammlung von Lederer (samt Klimts „Beethovenfries“). Allerdings gelangte Gustav Ucicky, der in der NS-Zeit aufgrund bester Verbindungen zum Regime eine große Klimt-Sammlung aufbauen konnte, in den Besitz des Bildes. Dass die Familie Lederer ihm den „Apfelbaum II“ freiwillig überließ, ist kaum anzunehmen.

Aber wie konnte es zu der Entscheidung zugunsten der Erben nach Nora Stiasny, vertreten von Alfred Noll, kommen? Und gibt es irgendwelche Möglichkeiten, die Schenkung rückgängig zu machen? Das hat nun, auf Ersuchen von Kulturminister Thomas Drozda, die Finanzprokuratur zu prüfen.

Sie erhielt dieser Tage ein paar Ratschläge – von einem der Lederer-Erben. Aufgrund seiner Recherchen zum „Beethovenfries“, den er erfolglos zurückverlangte, kamen ihm vor zwei Jahren erhebliche Zweifel an der Argumentationskette des Rückgabebeirats im Jahr 2000 bezüglich „Apfelbaum II“. Und er sollte Recht behalten.

Der Erbe stößt sich u.a. daran, dass seine Familie nicht in das Verfahren eingebunden worden war. Was an sich in Ordnung geht, da das Kunstrückgabegesetz kein Anhörungsrecht kennt. Die Erben nach Nora Stiasny hingegen wurden sehr wohl gehört – und nahmen damit vielleicht Einfluss auf die Entscheidung des Beirats.

Noll bestreitet dies: Er finde es journalistisch nicht ganz unproblematisch, wenn der Autor dieser Zeilen den Eindruck entstehen lasse, „als ob die Erben in dieser

Source:: Kurier.at – Kultur

Adele Neuhauser geht ins Survival-Camp

By sic

Die Vielfach-ROMY-Gewinnerin gibt für den ZDF-Herzkino-Film „Venus im vierten Haus“ eine grantige Lektorin.

Der letzte Ausweg aus dem Alleinsein ist ein „Wildnis Survival Extrem Camp“: Seit sich die Lektorin Gitti Kronlechner (Adele Neuhauser) von ihrem Mann und Chef Robert (Walter Sittler) scheiden ließ, spricht sie mit ihm nur noch das Notwendigste. Als sie erfährt, dass er und der gemeinsame Sohn Jonas (Johannes Zirner) eine Doppelhochzeit planen, ist sie entsetzt und will nicht teilnehmen. Weil auch die besten Freundinnen das Single-Dasein hinter sich lassen, steht Gitti mehr oder weniger alleine da und beschließt, ins Survival Camp zu gehen …

Die Komödie „Venus im vierten Haus“, so der Film-Titel, gehört zur ZDF-Herzkino-Reihe. Neuhauser wechselt damit zwischendurch einmal ins leichte Fach. Davor war sie nämlich als Helene Weigel gemeinsam mit Burkhart Klaußner („Terror“, „Das weiße Band“) für „Brecht“ in Prag und Umgebung vor der Kamera gestanden. Den Zweiteiler, den die Wiener Satel Film co-produzierte, hatte Heinrich Breloer („Die Manns“) inszeniert.

Source:: Kurier.at – Kultur

Under Cöver: Neues Motörhead-Album mit Bowie-Cover

<img width="150" src="https://image.stern.de/7552536/3×2-480-320/a073f6aab179e3af3f39b40c5af9ee37/Wh/25dpastarlineimageslargeurnnewsmldpacom2009010117072599379897large43jpg-285ff39bdf2e27d7.jpg“>

Eineinhalb Jahre nach dem Tod ihres Frontmanns Lemmy Kilmister hat die britische Rockband Motörhead ein neues Album angekündigt.

Auf „Under Cöver», das im September 2017 erscheinen soll, werden allerdings keine eigenen Schöpfungen der Band zu hören sein, sondern „eine Sammlung ihrer besten Cover», wie die Band auf ihrer Homepage mitteilte.

Auf der Trackliste steht unter anderem eine Motörhead-Version des David Bowie Songs „Heroes» von 1977. Der „zeitlose Klassiker» ist laut der Mitteilung einer der letzten Songs, den die Band gemeinsam aufgenommen hat.

„Es ist so ein großartiger Bowie-Song, einer seiner besten», sagte Gitarrist Philip Campbell in der Ankündigung. Er habe gewusst, dass ein Cover davon nur großartig werden könne. „So kam es dann auch. Und Lemmy liebte am Ende unsere Version». Kilmister sei sehr stolz auf den Song gewesen, ergänzte Schlagzeuger Mikkey Dee. „Nicht nur weil etwas Gutes dabei raus kam, sondern weil es Spaß gemacht hat! Und darum geht’s in solchen Projekten – Spaß!»

Neben „Heroes» finden sich auf dem Album unter anderem Motörhead-Interpretationen von „God Save The Queen» von den Sex Pistols, „Rockaway Beach» (The Ramones), „Breaking The Law» (Judas Priest) und dem Metallica-Song „Whiplash».

Motörhead hatten einen Tag nach dem Tod von Frontmann Lemmy Kilmister im Dezember 2015 die Auflösung der Band bekanntgegeben. Knapp zwei Wochen nach Kilmister war im Januar 2016 David Bowie gestorben.

Source:: Stern – Kultur

Singer-Songwriter: Stu Larsen: Der Nomade und die Zweisamkeit

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/kultur/musik/singer-songwriter-stu-larsender-nomade-und-die-zweisamkeit-7552494.html?utm_campaign=kultur&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ ><img width="150" src="https://image.stern.de/7552496/3×2-480-320/aef4089cd1c7422f3a04ab43b2dbad68/MW/25dpastarlineimageslargeurnnewsmldpacom2009010117072599379095large43jpg-575cb27aa7ea6f08.jpg“>

Stu Larsen reist mit leichtem Gepäck. Seit Jahren schon lebt der australische Singer-Songwriter, der in der Nähe der Kleinstadt Bowenville aufgewachsen ist, aus dem Koffer – als Nomade in einer globalisierten Welt.

Das Unterwegssein hat er zu seiner Lebensform erkoren – einfach aber ist das nicht immer. Und sein Plan war es eigentlich auch nie gewesen: „Glaubt es mir oder nicht, ich wollte eigentlich nie wirklich reisen», sagte Larsen laut Mitteilung seiner Plattenfirmen. Es kam anders.

Auch musikalisch mag es Stu Larsen leicht, der nach seinem Debüt „Vagabond» (2014) jetzt mit „Resolute» sein neues Album mit zehn berührenden und entspannten Balladen veröffentlicht hat. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang sind ganz verhalten in ihrem Zusammenspiel. Manchmal schmuggelt sich auch noch eine Mundharmonika oder eine Klarinette in seinen sehr gelassenen Folk-Country-Kosmos hinein.

Der Mann ist in der ganzen Welt zuhause und das schlägt sich auch in seinen Texten nieder, in denen es immer wieder um das Nomaden-Feeling geht – mit seinen schönen und mit seinen schattigen Seiten.

Allein in dem balladesken Opener „Aeroplanes» kann man nach Amsterdam, Glasgow, Barcelona oder Deutschland reisen. Es ist aber eine Reise mit einer schwierigen Beziehung, denn das Unterwegssein ist auch von häufigen Trennungen begleitete: „Es regnet nur, wenn du nicht hier bist», singt Stu Larsen.

Und richtig melancholisch wird es gleich im zweiten Song, der ganz starken Piano-Ballade „What’s A Boy To Do»: „Wie mache ich weiter, wenn du wirklich gegangen ist», fragt Stu Larsen klagend, der auf „Resolute» immer wieder das Zusammensein und die Zweisamkeit thematisiert. Das kann auch eine Gitarre sein, wie in der Country-Nummer „Chicago Song».

Aber mit all der Erfahrung im Rücken ist selbst eine Rückkehr in sein Heimatstädtchen möglich – Reisen, um anzukommen („Going Back To Bowenville»). Möglich. Glücklich aber kann man überall sein, Hauptsache man hat die Richtige gefunden: Mit „I Will Be

Source:: Stern – Kultur

1 2 3 4 5 101