Immobilien: Fertighäuser werden immer beliebter

Fertighäuser werden in Deutschland immer beliebter. Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise stieg in der ersten Jahreshälfte 2017 bundesweit um 4,1 Prozent auf 9833, wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) berichtete.

Dies sei ein neuer Rekordwert für ein Halbjahr, sagte BDF-Geschäftsführer Achim Hannott.

Die Nachfrage nach Fertighäusern koppelte sich damit deutlich von der Entwicklung auf dem Gesamtmarkt ab. Denn insgesamt sank die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen Januar und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 50.846 Einheiten. Der Marktanteil der Fertighäuser stieg damit auf 19,3 Prozent. Vor zehn Jahren hatte er noch bei 14,8 Prozent gelegen.

Regional gibt es allerdings noch immer große Unterschiede bei der Beliebtheit der Fertighäuser. Die höchsten Quoten unter den Flächenländern werden laut BDF in Baden-Württemberg mit 33,1 Prozent registriert, gefolgt von Hessen mit 28,7 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 25,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen beträgt der Fertigbauanteil 13,3 Prozent.

Source:: Stern – Wirtschaft

Dieselaffäre: Neues Gutachten eines Wiener Autoexperten bringt VW in Erklärungsnot

By Kid Möchel

Unter plus 15 Grad Celsius wird beim Motorentyp EA189 die Abgasreinigung massiv zurückgefahren – auch nach dem Software-Update im Rahmen des Rückrufs.

Im Abgasskandal bei VW-Dieselautos liegt nun ein brisantes Gutachten eines österreichischen Top-Experten vor. Ein Niederösterreicher hat seinen VW-Händler auf Rücknahme eines VW Tiguan geklagt. Er fühlt sich über den tatsächlichen Abgasausstoß getäuscht. Das Landesgericht Krems hat Werner Tober vom Institut für Fahrzeugantriebe & Automobiltechnik der TU Wien zum Sachverständigen bestellt. Vor wenigen Tagen hat Tober dem Gericht weitere 16 Fragen beantwortet.

Im Mittelpunkt steht das „Thermofenster“, also ein Temperatur-Fenster, bei dem VW-Autos die Abgasreinigung massiv herunterfahren. Demnach schalten VW-Motoren (EA189) der Abgasnorm Euro 5 bei einer Temperatur unter plus 15 Grad und über plus 33 Grad sowie in Höhen von mehr als 1000 Metern die Abgasreinigung weitgehend ab – auch nach dem Software-Update. Das Auto fährt dann im „Schmutzmodus“. Dient dieser Modus dazu, den Motor vor Schäden zu schützen, ist diese Maßnahme laut EU-Verordnung zulässig.

Keine Schädigung?

„Die Abgasrückführung bei Temperaturen unter 15 Grad (…) führt nicht unmittelbar zu einem Motorschaden, sondern zu einer erhöhten Beanspruchung des Abgasrückführungssystems durch Versottung oder thermische Belastung“, hält Tober fest. Oder anders gesagt: Im Abgassystem sammeln sich mehr Ruß und andere Bestandteile an. Hier hakt Anwalt Michael Poduschka ein, der den Kläger und weitere 400 VW-Besitzer vertritt.

Sechs Monate im Schmutzmodus?

„Zwischen 0 und 15 Grad gibt es keinen Grund, die Abgasreinigung zum Schutz des Motors auszuschalten“, sagt Poduschka zum KURIER. „Wenn der Motor stärker verrußt und verkokt, muss man ihn halt öfter putzen.“ Das heißt: Bei diesen Fahrzeugen würden ohne Umschaltungsmodus die Wartungskosten steigen. Nimmt man die heimischen Durchschnittstemperaturen her, fällt die Abgasreinigung laut Poduschka zumindest sechs Monate im Jahr weitgehend aus. Ob dieses „Thermofenster“ als präventive Schutzmaßnahme rechtlich zulässig ist oder nur bei Gefahr einer unmittelbaren Motor-Beschädigung eingesetzt werden darf, muss nun das Gericht klären.

Vorwürf bestritten

„Die erhobenen

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

Breitspurbahn: Wien will zur Endstation werden

By Christine Klafl

Deloitte-Studie: Bis zu 127.000 neue Jobs wären möglich.

Mit der Breitspurbahn von China über Russland, die Ukraine und die Slowakei bis nach Wien – hier wird auf Normalspur umgeladen und über Hochleistungsstrecken in Europa verteilt. Von einem derartigen Güterverkehr träumen österreichische Verkehrspolitiker schon seit Jahren. Damit der Traum in Erfüllung gehen kann, müsste die Breitspurbahn von der derzeitigen Endstation Kosice um 400 Kilometer in den Großraum Wien verlegt werden. Hier wiederum müsste ein riesiger Terminal samt Logistikzentrum gebaut werden. Für Verkehrsminister Jörg Leichtfried ist das „ein sehr, sehr wesentliches Projekt“. Er sieht im Gütertransport per Bahn „eine sehr leistungsfähige Alternative zu Containerschiffen“, die noch dazu sicherer sei und viel Zeit spare.

Das Beratungsunternehmen Deloitte hat jetzt für den Verkehrsminister untersucht, ob das Bahnprojekt ökonomisch machbar ist. Studienautor Alexander Kainer kommt auf folgende Werte: Die Güterverkehrsachse Kosice-Wien hat das Potenzial, Österreich in den kommenden Jahrzehnten für eine zusätzliche Wertschöpfung von 15,5 Milliarden Euro zu bringen und bis zu 127.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Zeitplan: Der Baustart für die Verlängerung der Breitspurbahn um 400 Kilometer (davon 30 Kilometer in Österreich) ist für 2023 angepeilt, zehn Jahre später soll der Betrieb loslegen. Der Vollbetrieb soll dann 2050 erreicht sein. Die Kosten aus jetziger Sicht: Von den Gesamtkosten von 6,5 Milliarden Euro entfallen 850 Millionen Euro auf den neuen Güterterminal und 85 Millionen auf die Bahnstrecke in Österreich. Eine zusätzliche Milliarde wird für die Erweiterungen von Kapazitäten im heimischen Schienennetz nötig sein.

Eingleisig

„Die wirtschaftlichste Lösung ist ein eingleisiger Bau“, sagt Franz Bauer, Vorstand der ÖBB Infrastruktur. Bei Bau und Betrieb des riesigen Terminals bei Wien werden alle vier Partnerländer dabei sein – neben Österreich sind das Russland, die Ukraine und die Slowakei. Wichtig sei jetzt die Vorabstimmung mit möglichen Investoren, sagt Bauer. Die Finanzierung steht noch genau so wenig fest wie die Trassenführung.

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

„Ein Richter hat es nicht eilig“

By Thomas Pressberger

Nicht die Verwaltung, sondern die Verwaltungsgerichtsbarkeit ist langsam, sagen Rechtsexperten.

Anders als Unternehmer urteilen heimische Rechtsexperten über die österreichische Bürokratie vergleichsweise milde. Vielfach gibt es Lob, kritisiert werden fast nur Details. So würde nicht die Verwaltung selber, sondern die Rechtsmittel Verfahren in die Länge ziehen, sagt Bernhard Raschauer, emeritierter Universitätsprofessor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Die Genehmigung für den Umbau einer Pizzeria bekomme man oft in weniger als drei Monaten. „Schwierig wird es, wenn der Nachbar Rechtsmittel einlegt“, sagt Raschauer. Dann könne es Jahre dauern.

Das Anlagenrecht sei also nicht das Hauptproblem – sofern es sich nicht um UVP-pflichtige Projekte handle, doch seien diese ohnehin in der Minderheit. In den Berichten der Volksanwaltschaft gehe es heutzutage bei Problemen mit der Bürokratie meist nicht um Anlagengenehmigung und Arbeitsrecht, sondern um Sozialhilfe und Finanzen.

Aufwendig werde es nur, wenn es um Kontrollen des Arbeitnehmerschutzes, Meldepflicht oder generell Richtlinien, die den laufenden Betrieb betreffen, gehe. „Die tägliche Lebensmittelkontrolle, der Arbeitsinspektor oder die Finanzkontrolle binden Kapazitäten“, sagt Raschauer. Die einzelne Fachbehörde bekomme nicht mit, was kumuliert alles auf dem Rücken der Gewerbetreibenden ausgetragen werde.

Gutes Sachverständnis

Positiv bei den Verwaltungsabläufen – abgesehen von Ausreißern – sei, dass Antragsteller gut beraten werden, die Behörden Sachverständnis hätten und Unterlagen besprochen würden. „Das wird oft zügig abgearbeitet“, sagt Raschauer. Sobald ein Verfahren jedoch zum Verwaltungsgerichtshof käme, könne ein Jahr „wie nichts“ vergehen. „Mit den Bezirkshauptmannschaften und den Magistraten kann man vernünftig reden, aber wehe man kommt in die Fänge der Verwaltungsgerichtsbarkeit“, sagt Raschauer. Ein Richter habe es nicht eilig. Viele Verwaltungsrichter, die dieses Amt erreicht haben, würden aufatmen und ihre Freiheit genießen, sagt der Rechtsexperte. „Da sind schnell ein paar Monate vergangen, bis es zu einer Verhandlung kommt.“

Die Richter hätten viele Fälle zu bearbeiten, der Druck, rasch vorzugehen, halte sich aber in Grenzen. Ein normaler Verwaltungsbeamter würde viel früher disziplinarisch verwarnt werden, Richter

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

Plötzlich mischt ein dritter Anbieter mit: Darum verhilft Swisscom der Sunrise zu Bezahlsport

By Vinzenz Greiner

ZÜRICH –
Sunrise hat ein neues TV-Sport-Paket lanciert. Mit drin: das Angebot von Teleclub der Swisscom.

Der Krieg um das Bezahlfernsehen im Sport tobt. UPC und Swisscom liegen sich in den Haaren, weil UPC die Übertragungsrechte für die Eishockey-Meisterschaft der Swisscom nicht anbieten will. Aus den verschiedenen Senderechten ist ein Dschungel erwachsen, in dem der Kunde den Überblick und viel Geld verliert (BLICK berichtete).

Ein alter Zopf fällt

Nun will Sunrise im Sportrechte-Scharmützel mitmischen. Seit Freitag können Sunrise-TV-Kunden das Sportangebot des deutschen Bezahlsenders Sky buchen, wie der Konzern mitteilte. Ab Montag gibt es verschiedene Pakete von der Swisscom-Tochter Teleclub.

Damit sei ein alter Zopf gefallen, sagt Ralf Beyeler, Telekom-Experte vom Vergleichsdienst Verivox. Nämlich dass Swisscom-Kunden für das Teleclub-Paket zehn Franken weniger im Monat bezahlen müssen als Kunden bei der Konkurrenz. Sunrise-Kunden zahlen jetzt 33,80 Franken fürs Basispaket – und damit nur 3,90 Franken mehr als Kunden von Swisscom.

„Der Kuchen im Pay TV ist in Bezug auf Sport nahezu aufgeteilt»

Mit dem Gewinn von Marktanteilen hat diese Partnerschaft laut Beyeler kaum etwas zu tun. „Der Kuchen im Pay TV ist in Bezug auf Sport schon nahezu aufgeteilt.» Sunrise könne einen Wettbewerbsnachteil ausgleichen und Kunden binden, so der Telekom-Experte.

Bei der Swisscom vermutet Beyeler ganz andere Gründe für die Kooperation. Swisscom sei auf den Deal mit Sunrise allein wegen des Verfahrens von der Wettbewerbskommission (Weko) angewiesen, meint Beyeler.

Hat Swisscom ihre Marktmacht missbraucht?

Die Weko hatte der Swisscom im Mai 2016 eine Busse von 72 Millionen Franken aufgebrummt. Denn die Swisscom habe ihrer Tochterfirma Teleclub die Rechte an Sport-Events zu deutlich besseren Konditionen verkauft, als an Konkurrenz-Unternehmen. Damit habe sie ihre Marktmacht missbraucht.

Die Swisscom

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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