Akzeptanz: Das braucht es, um die Vision einer elektromobilen Gesellschaft zu realisieren

By Dr. Alexandra Hildebrandt

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Wann sind Nutzer bereit, neue technologische Konzepte aufzugreifen? Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahre 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen fahren und „Deutschland zum Leitmarkt Elektromobilität“ wird.

Ein nachhaltiger Durchbruch kann allerdings nur gelingen, wenn die Elektromobilität von den Endnutzern akzeptiert wird, die Technologie stimmt und Elektroautos auch gekauft werden.

Das Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung ISI analysiert die treibenden Kräften und Rahmenbedingungen der Elektromobilität und identifiziert die Anforderungen der Mobilität von morgen. Es befasst sich auch mit den ökonomischen, ökologischen, sozialen und politischen Auswirkungen der Elektromobilität und ihrer Akzeptanz. Innerhalb der sozialwissenschaftlichen Innovationsforschung hat in der letzten Zeit die Akzeptanzforschung, ein Merkmal einer nachfrageorientierten Innovationsforschung, an Bedeutung gewonnen.

Sie beschäftigt sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen Nutzer bereit sind, neue technologische Konzepte aufzugreifen, welche Anforderungen sie stellen und wie neue Angebote organisatorisch und politisch integriert werden müssen. So sind bei der Elektromobilität beispielsweise höhere Kosten oder funktionale Einschränkungen wesentliche Faktoren für ihre Akzeptanz. Zudem müssen sämtliche Akteure aus Automobil- und Energiewirtschaft ihre Kompetenzen bündeln und dafür zu sorgen, dass Deutschland zu einem Vorreiter des elektrischen Fahrens wird.

Zu erreichen ist dies nach Ansicht der Forscher nur durch einen forcierten und nachhaltigen Innovationsprozess, der sämtliche Wertschöpfungsstufen der Elektromobilität berücksichtigt, die aufeinander abgestimmt sein müssen: Energieerzeugung, Transport der Energieverteilung durch die Stromnetze, Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, Energiespeicherung, neue Fahrzeugkonzepte mit einer neuen Infrastruktur, Nutzungs- und Abrechnungskonzepte.

Zu den wichtigsten Herausforderungen im Kontext der Elektromobilität gehören:

• die Bewältigung der negativen Folgen immer knapper werdender Ressourcen, des Klimawandels und des Umweltschutzes sowie der zunehmenden Feinstaub-und Lärmbelastung
• der Wandel der Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur
• das steigende Mobilitätsbedürfnis von Wirtschaft und Gesellschaft
• die Entwicklung der Batterien mit den essentiellen Rohstoffen Lithium und Kobalt
• die Verbesserung der Sicherheit, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit sowie Recycling der Batterien
• die Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen dem technologischen Fortschritt

Source:: The Huffington Post – Germany

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