Besonders Katzen und Hunde leiden: Auch Haustierbesitzer sind oft Tierquäler

By Aline Wüst

Gequält werden in der Schweiz nicht nur Nutztiere wie in Hefenhofen TG. Auch Haustiere führen nicht überall ein schönes Leben.

Auch Haustiere haben oft ein schweres Los: Die Hälfte aller Schweizer Tierschutzfälle betreffen Katze & Co. Meist geht es um Hunde, die nicht ausgeführt oder schlecht gepflegt werden. Nicht illegal, aber ebenso qualvoll ist die übertriebene Tierliebe. Sie zeigt sich oft darin, dass Haustiere überfüttert werden, weil der Halter den bettelnden Hundeaugen oder dem Miauen nicht widerstehen kann.

Dicke Tiere sind nicht glücklich

Christoph Kiefer, Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärzte, beobachtet diesen Egoismus immer wieder: „Halter tun nicht den Tieren, sondern bloss sich selber etwas Gutes, wenn sie ihre Tiere ständig füttern.» Denn dicke Haustiere leiden unter den gleichen Krankheiten wie übergewichtige Menschen: Zuckerkrankheit, Gelenk- und Kreislaufbeschwerden.

Trotzdem werden die Haustiere immer dicker. Übergewichtige Hunde und Katzen sind in Tierarztpraxen bereits trauriger Alltag. Mittlerweile gibt es schon Ernährungsberater, die auf Hunde und Katzen spezialisiert sind.

Tierarzt Kiefer kennt zudem Halter, die ihren Katzen nur das verfüttern, was sie selber auch gern essen. In einem Fall landeten darum im Katzen-Napf nur noch Entrecôte und Filet. Auch das macht die Katze krank.

Viele warten zu lange, bis sie ein leidendes Tier erlösen

Leiden müssten Haustiere oft auch, wenn sie krank und der Besitzer sie nicht erlösen will, weil er sich nicht trennen kann.

Das komme besonders häufig bei Nierenleiden vor, sagt Kiefer. Denn im Gegensatz zum Menschen gebe es für Hund und Katze weder Dialyse noch Nierentransplantation. Nützten die Medikamente nichts, müsse das Tier erlöst werden. Aus Angst vor dem Verlust würden die Tierbesitzer damit oft viel zu lange warten – wiederum zum Leid des Tiers.

Source:: Blick.ch – Schweiz

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