Charlottesville-Krawalle: Rassistisch und judenfeindlich – so tickt die Alt-Right-Bewegung

<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.stern.de/politik/ausland/charlottesville-krawalledas-steckt-hinter-der-alt-right-bewegung-7576722.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ >

Nach der Gewalt in Charlottesville haben Republikaner und Demokraten US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, die rechtsextremen Täter nicht klar verurteilt zu haben. Zu dem Aufmarsch der Rechtsextremen im US-Bundesstaat Virginia hatte auch die Alt-Right-Bewegung aufgerufen, die Trump im Wahlkampf unterstützt hatte.

Das „alt“ im Namen steht für Alternative und so präsentiert sich die umstrittene Bewegung als rechtes Gegenstück zum konservativen Establishment. Die Gruppe hat keine feste Struktur, ihre Mitglieder hängen der Theorie an, die weiße Rasse sei überlegen. Sie träumen von einem weißen, männlich geprägten Amerika ohne Einwanderung, Alt-Right lehnt Juden und Muslime ebenso ab wie den Freihandel.

Rassisch und religiöse Trennung zwischen Völkern

Gewachsen ist die Bewegung über das Internet. Beobachter werfen vor allem dem rechtsgerichteten Internet-Portal „Breitbart News“ vor, zum Erstarken der antisemitischen und rassistischen Bewegung beigetragen zu haben. Geführt wurde „Breitbart“ lange Zeit von dem heutigen Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon.

<a target="_blank" rel="nofollow" title='"Alt-Right"-Bewegung in den USA: Vom Pornostar zum Hitler-Fan – der seltsame Wandel von Tila Tequila ' href="http://www.stern.de/politik/ausland/tila-tequilavom-pornostar-zum-fan-von-hitler-und-alt-right-7205086.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Tila TequillaIn einem Manifest von Alt-Right, das im März 2016 bei „Breitbart News“ veröffentlicht wurde, hieß es, die Bewegung sei der Überzeugung, dass eine gewisse „Trennung zwischen den Völkern nötig ist, um eine Kultur zu erhalten“. Diese Trennung solle rassisch und religiös erfolgen.

Einer der bekannten Köpfe der Alt-Right-Bewegung ist der Enddreißiger Richard Spencer. Der stets korrekt gekleidete und markant frisierte Nationalist leitet das National Policy Institute, auf dessen Veranstaltung Trumps Anhänger dessen Wahlsieg mit Nazi-Sprüchen kommentierten. Spencer hatte einmal in einer Rede das deutsche Wort „Lügenpresse“ benutzt und gesagt, die Bewegung habe eine „seelische Verbindung“ zu Trump.

Viele Trump-Anhänger bei Charlottesville-Krawallen

Der gemeinnützigen Organisation „Southern Poverty Law Center“ zufolge haben die Alt-Right-Anhänger Sorge, ihre weiße Identität werde durch Multikulturalismus, politische Korrektheit und die Bürgerrechtsbewegung bedroht. Nach Einschätzung von Experten sieht die Bewegung in der seit langem propagierten politischen Korrektheit

Source:: Stern – Politik

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