Die Wahlwerbung der NPD zeigt, dass die Partei endgültig nicht mehr ernst zu nehmen ist

By Huffington Post

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  • Die NPD hat einen Wahlwerbespot gedreht

  • Und man fragt sich nur so: HÄ?

Jetzt steigt auch die NPD in den Bundeswahlkampf ein. Und wie!

Mit einem Spot, der ein bisschen so wirkt wie eine Szene aus einem Monty-Python-Film. Der Unterschied: Der NPD-Spot ist überhaupt nicht lustig.

Wahrscheinlich will die NPD das auch gar nicht, sondern vielmehr ernst genommen werden. Das Problem: Ernst zu nehmen ist jemand, der so ein Video produziert, auch nicht.

Das Volk jagt „Großinquisitor Heiko Maaslos“

Die NPD-Werbung spielt im Mittelalter. Da trifft sich das gemeine Volk, um sich die Verbrennung von Frank Franz anzuschauen, der eigentlich Vorsitzender der NPD ist, sich in dem Spot aber zeitgenössisch verkleidet hat. Aber: Das Volk findet die Anklagepunkte eigentlich ungerecht, befreit den Angeklagten und geht stattdessen auf „Großinquisitor Heiko Maaslos“ los.

Die NPD lässt sich also nicht unterkriegen. Das ist dann auch die Aussage im Text zum Video: „Unsere Partei hat zwei Verbotsverfahren und zahllose Hetzkampagnen des etablierten Medien- und Politikkartells überstanden.“

„Lange setzten wir auf kluge Aussagen – leider umsonst“

Und weiter (und das hat die Partei so wirklich auf Facebook geschrieben): „Lange, vielleicht viel zu lange versuchten wir uns mit den etablierten Parteien zu messen, setzten auf kluge Politikeraussagen und die Macht der richtigen Argumente. Leider ganz umsonst.“

„Aber“, so verspricht die Partei jetzt: „Wir können auch anders.“

Das sieht man. Und das Ergebnis ist das Video oben. Allerspätestens jetzt steht fest: Ein NPD-Verbotsverfahren ist absolut überflüssig. Das erledigt die Partei schon selbst.

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Source:: The Huffington Post – Germany

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