Vom Duft des Lebens

By no-reply@meinbezirk.at (Martin Frank Riederer OPraem)

Sie hat sich verduftet, die schönste Blume auf dem Feld.

Gedanken zum Fest „Mariä Himmelfahrt

Unzählige Kirchen im Land sind auf den Titel „Mariä Himmelfahrt“ geweiht. Tausende Kunstwerke künden von der Strahlkraft dieses österlichen Sommerfestes.

Noch bevor die Kirche diesen Festtag in Worte fasste, war er einer der ältesten in der Tradition des gläubigen Volkes. Düfte anstatt unliebsamer Gerüche, Wohlgeruch anstelle von Gestank, danach sehnt sich der Mensch. Die Sehnsucht nach Düften ist groß.
Wer ein Parfum benutzt, der hofft, dass sie ihn oder sie für andere anziehender und attraktiver machen. Wer bestimmte Parfums wählt, der möchte schon allein durch die Wahl der Duftnote seine Persönlichkeit unterstreichen und der träumt davon, dass andere ihn gut riechen können. Einer der grausamsten K.O.-Schläge unter Kindern heißt: Geh weg, du stinkst.
Viele ekelt es vor der sprichwörtlichen Krankenhausluft, viele ertragen den Geruch von Alten- und Pflegeheimen nicht. Und der letzte Horrorgeruch ist der Geruch in Leichenhallen. Nicht nur gegen den Tod scheint kein Kraut gewachsen zu sein, gegen den Todesgeruch kommt auch kein Duft an.
Auf diesem Hintergrund unserer Sehnsucht nach Düften und Wohlgerüchen geht mir die alte Legende zum heutigen Festtag Mariä Himmelfahrt in ihrer Bedeutung neu auf.
Sie erzählt:
Die Apostel und Jünger umringten das Sterbebett Marias. Da ertönte wunderbare Musik und ein helles Licht erfüllte das Sterbezimmer. Die Apostel warfen sich auf die Knie und Maria breitete segnend ihre Hände über sie aus. Als sie ihre Augen zu den Sternen, die draußen glänzten, erhob, sah sie den Himmel offen und den Menschensohn auf einer Lichtwolke heranschweben. Da strahlte ihr Gesicht und so starb sie. Am anderen Tag hüllte man ihren Leichnam in ein kostbares Leintuch und die Apostel trugen sie auf ihren Schultern in den Garten Gethsemani und senkten sie dort in ein Grab. Drei Tage lang wachten und beteten sie am Grab mit den Gläubigen. Am dritten Tag erschien Jesus mit

Source:: Meinbezirk.at

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