Was hinter den Aktionspreisen steckt

By Simone Hoepke

Hervis-Chef Alfred Eichblatt über Statt-Preise, den Trend zum Verleih und neue Konkurrenz.

KURIER: Im Hervis-Flyer gibt es Räder und Schuhe um Minus 50, 60, 70 Prozent. Schaut aus, als würden Sie nichts zum offiziellen Normalpreis verkaufen …

Alfred Eichblatt: Doch, die Mehrheit der Produkte. In der Werbung streichen wir natürlich die Aktionen heraus.

Aber haben die Teile jemals den Stattpreis gekostet?

Dabei handelt es sich um den vom Hersteller empfohlenen Preis. Das heißt nicht zwangsläufig, dass der Händler diesen jemals verlangt hat. Die Branche verlangt gern am Anfang der Saison hohe Preise und reduziert sie dann.

Und Hervis?

Wir sind mit den Preisen oft vom ersten Tag an günstiger als der empfohlene Verkaufspreis.

Die Spannen sind also entsprechend groß oder wollen Sie gar nichts verdienen?

Wir können uns diese Preise aufgrund unserer Kostenstruktur leisten, kommen mit geringeren Margen aus.

Als Umsatzturbo der Branche gelten E-Bikes. Retten diese Räder den Sportartikelhändlern die Bilanz?

E-Bikes sind ein gutes Geschäft, sie kosten ja um die 2500 Euro. Aber gleichzeitig werden weniger normale Räder verkauft. Mit ein bisschen Glück geht sich unter dem Strich ein Plus im Radsegment aus. Viele leihen sich E-Bikes aber auch nur aus, das darf man nicht vergessen.

Auch bei Hervis. Wie viele Räder haben Sie im Verleih?

Rund 500 in Österreich. Wir haben den Vorteil, dass man bei uns E-Bikes in Linz ausleihen und in einer Wiener Filiale abgeben kann. Das Verleihgeschäft entwickelt sich gut. Auch bei Tischtennistischen, Stand-up Paddles …

Ich leih mir ein Standup Paddle aber lieber am Strand als am Stadtrand aus. Wollen Sie nicht mit Hervis ins Strandbad ziehen?

Darüber denken wir gerade nach. Kann sein, dass wir das nächsten Sommer in ein paar Strandbädern ausprobieren.

Das heißt also, alle denken so wie ich?

Nein. Sie dürfen nicht vergessen, dass es auch eine Preisfrage ist, ob Sie sich für eine Stunde ein SUP um 17 Euro am Strand leihen, oder eines

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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