Wirtschaftskrieg: Der Erfolg von Sanktionen ist zweifelhaft

Mit „fire and fury“, mit Feuer und Wut droht US-Präsident Donald Trump der nordkoreanischen Regierung, die ihrerseits Trump als „Typen bar jeder Vernunft“ verspottet. Die kriegerische Rhetorik lässt die Aktienkurse sinken.

Doch noch bevor die ersten Raketen fliegen, ist der Wirtschaftskrieg bereits voll im Gange: Die USA und andere Staaten haben Sanktionen gegen Nordkorea verschärft. Auch gegen Russland, Iran und Venezuela setzt Washington den ökonomischen Hebel an. Der Erfolg ist jedoch eher zweifelhaft. In der Vergangenheit haben Sanktionen unbeliebte Regierungen selten geschwächt, oft sogar gestärkt.

Maßnahmen gegen eine Reihe von Staaten

Anfang August hat Trump ein neues Gesetz unterschrieben, dass wirtschaftliche Maßnahmen gegen eine Reihe von Staaten vorsieht. Russland soll für seine Ukraine-Politik und seine Einmischung in die US-Wahlen bestraft werden, Iran steht weiter wegen seines Atomprogramms im Fokus der USA, Nordkorea wegen seiner Raketentests. In Venezuela soll mehr oder weniger unverhohlen ein Regimewechsel herbeigeführt werden.

Die US-Regierung kann nun russische Staatsunternehmen im Bergbau oder Bahnsektor mit einem Bann belegen, Amerikanern ist es verboten, bestimmten russischen Firmen höhere Geldbeträge zu leihen oder sich an Privatisierungen zu beteiligen. Unternehmen dürfen keine Güter an Syrien liefern, mit denen die Regierung schwere Waffen entwickeln kann. Geschäfte mit ausgewählten syrischen und iranischen Staatsbürgern werden untersagt, ebenso wie mit Teilen der venezolanischen Elite. Kohle-, Metall- oder Flugbenzin-Deals mit der Regierung Nordkoreas können verboten werden, auch die Banken des Landes sind tabu, nordkoreanische Arbeitskräfte dürfen nicht beschäftigt und Güter des Landes nicht importiert werden.

Wirtschaftssanktion immer beliebter geworden

Wirtschaftssanktionen sind in den vergangenen Jahrzehnten immer beliebter geworden. Seit 1945 nutzten es die USA in rund 120 Fällen. Doch erreichen sie ihr Ziel? Die Geschichte kennt nur wenige Erfolge. US-Ökonom Gary Hufbauer führt eine Liste. Diese reicht zurück bis ins Jahr 1914 und wurde zuletzt 2009 aktualisiert. 200…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Wirtschaft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.