Polizei klagt über zu wenig Beamte

By no-reply@meinbezirk.at (Christine Steiner-Watzinger)

BEZIRK (csw). 45,8 Vollzeitkräfte fehlen der Polizei derzeit im Bezirk Vöcklabruck. Jede fünfte Planstelle ist unbesetzt. Die Folge: Im Jahr 2016 leisteten die Polizisten im Bezirk 44.467 Überstunden. „Die Kolleginnen und Kollegen gleichen mit ihrer hohen Arbeitsleistung die fehlenden Kräfte nahezu aus und sind somit die Antwort darauf, wieso die Sicherheitsbilanz trotz geringem Personalstand herzeigbar ist“, sagt Landtagsabgeordneter Hermann Krenn, Sicherheitssprecher im SPÖ-Landtagsclub und stellvertretender Bezirkspolizeikommandant. Er gab kürzlich gemeinsam mit Christian Makor, SPÖ-Landtagsklubvorsitzender, und Norbert Höpoltseder, Vorsitzender des FSG-Klub der Exekutive, eine Pressekonferenz zum Thema „Polizei im Überstunden-Dilemma“. Krenn fordert, dass alle fehlenden Dienstposten aufgefüllt werden.

Permantenter Fehlstand
„Wir haben einen permanenten Fehlstand“, sagt Bezirkspolizeikommandant Franz Scheiböck, der derzeit für die SPÖ für den Nationalrat kandidiert. „Beamte haben zum Teil über 100 Überstunden und kein freies Wochenende im Monat“, so Scheiböck. „Wir sind am Limit. Burnout ist keine Seltenheit mehr.“ Seien zu wenig Beamte verfügbar, müsse auf Schwerpunktaktionen bei der Verkehrsüberwachung und Streifen verzichtet werden.
David Furtner, Sprecher der Landespolizeidirektion OÖ dementiert, dass es vermehrt Fälle von Burnout gäbe. Der Bezirk Vöcklabruck sei heuer durch so genannte Sommerzuteilungen unterstützt worden. 15 junge Polizisten halfen bis 30. August aus. Die Sicherheitslage sei außerordentlich gut: 2016 wurden um zehn Prozent weniger Fälle angezeigt als 2015. „Die Aufklärungsquote lag 2016 bei 56,3 Prozent.“

Schulplanstellen schaffen
Am Posten Vöcklabruck gibt es 44 Planstellen, 31 Polizisten sind tatsächlich verfügbar. Die anderen sind bei der Cobra, in Karenz, in Pension oder im Krankenstand. Das Dilemma: Neue Polizisten dürfen erst aufgenommen und ausgebildet werden, wenn eine Planstelle frei ist, also ein…

Source:: Meinbezirk.at

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