Vater des totgeschüttelten Philipp (†2): «Ich kann nicht mal an sein Grab gehen»

By Beat Michel

HÜNENBERG ZG –
Der kleine Philipp wurde misshandelt und schliesslich zu Tode geschüttelt. Mutter und Stiefvater wurden verurteilt. Jetzt hat BLICK mit dem leiblichen Vater von Philipp gesprochen. Henry H. ist am Boden zerstört.

Der Vater des kleinen Philipp (†2) aus Hünenberg ZG ist ein gebrochener Mann. „Es ist jetzt schon drei Jahre her, seit mein Sohn gestorben ist. Der Prozess letzte Woche hat die Wunden wieder aufgerissen. Es geht mir sehr schlecht», sagt Henry H. (44).

Letzte Woche standen die Mutter seines Sohnes und deren neuer Mann vor dem Bezirksgericht Baden: Er wurde zu 13 Jahre Gefängnis verurteilt, weil er Philipp monatelang misshandelt und schliesslich zu Tode geschüttelt hatte. Die Mutter Dorina H. erhielt 18 Monate bedingt, weil sie die Zeichen ignoriert und das Kleinkind nicht beschützt hatte.

Jetzt meldete sich Henry H. bei BLICK. Er fühlt sich übergangen und ungerecht behandelt. Er sagt: „Ich habe keine Chance, den Tod meines Kindes zu verarbeiten.» Seine Exfrau Dorina H. habe die Urne von seinem Sohn bei sich zu Hause stehen. „Ich kann also nicht mal an sein Grab gehen», sagt er verzweifelt.

„Ich war ein guter Vater»

Er habe damals eine enge Beziehung mit Philipp aufgebaut, sagte der gelernte Sanitärmonteur. Die Mutter habe vier Monate nach der Geburt wieder arbeiten müssen. „Ich habe dann die Rolle des Hausmanns übernommen. Ich war ein guter Vater.»

Dass Philipp angeblich ein schwieriges Kind gewesen sei, das viel geschrien habe, stimme schlicht nicht. „Mein Sohn war ganz normal. Vermutlich schrie er, weil er misshandelt wurde. Es ist unglaublich, was der Kleine durchgemacht haben muss!»

Getrennt hatten sich die Eltern des Kleinen im Oktober 2013 – in heftigem Streit. Wie Dorina H. vor Gericht aussagte,

Source:: Blick.ch – Schweiz

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