Kaspersky spionierte bei NSA: Virenschutz als Wanze: Der vertraute Feind

By Malte Mansholt

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Es klingt wie aus einem Spionagefilm: Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes NSA lädt verbotenerweise Geheimdokumente auf seinen privaten Rechner. Dort werden sie von russischen Angreifern abgegriffen – über die gekaperte Antiviren-Software. Doch auch die Angreifer werden beobachtet: Israelische Geheimdienstler hatten ebenfalls das Schutzprogramm von Kaspersky geknackt. Und zeigen so eine echte Gefahr von Virenschutzprogrammen.

Die sind für Hacker ein absolutes Traumziel: Sie haben weitreichende Rechte, greifen tief ins System ein – und werden selbst nicht überwacht. Wie sämtliche komplexe Software sind die Schutzprogramme nicht vollständig von Fehlern zu befreien. Diese Fehler lassen sich von Hackern als Angriffsfläche nutzen. Und schon hat man fast uneingeschränkte Kontrolle über das System.

Treffen sich zwei Hacker im Antiviren-Programm

Das hatten auch die Israelis vor. Schon vor zwei Jahren nahmen sie das russische Antiviren-Programm ins Visier, um es als Werkzeug für Angriffe zu nutzen, berichtet die „New York Times“. Einmal im System bemerkten sie, dass russische Konkurrenten die Software bereits gekapert hatten und sie wie eine Suchmaschine für hochsensible Daten nutzten. Sie meldeten ihren Fund den US-Kollegen. Die Folge: Die Kaspersky-Software wurde letzte Woche in sämtlichen US-Behörden verboten. Vorher war sie etwa im Pentagon und anderen kritischen Behörden eingesetzt worden.<a target="_blank" rel="nofollow" title="Beliebtes PC-Programm: Ccleaner verseuchte PCs – doch dahinter steckt ein größeres Problem" href="http://www.stern.de/digital/computer/virentrojaner-und-codas-ende-des-vertrauens-7629862.html?utm_campaign=digital&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>CCleaner Trojaner neue Gefahr 17.05

Kaspersky weist jede Beteiligung von sich, bat gar um die Herausgabe sämtlicher Unterlagen, um die Lücken im eigenen System möglichst schnell schließen zu können. Das Unternehmen wurde in den USA bereits seit Längerem mit Skepsis betrachtet. Gründer Eugene Kaspersky hatte auf einer KGB-Universität studiert, danach arbeitete er jahrelang für das russische Militär, bis er schließlich seine Firma gründete.

Der Pionier der Antiviren-Programme ist politisch schwer zu fassen. Einerseits betonte er in der Vergangenheit immer wieder, vor allem gegen Kriminalität im Internet vorgehen

Source:: Stern – Digital

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