Marcel Hirscher: „Oh, das dauert noch“

By Stefan Sigwarth

Der Rekord-Weltcupgewinner war auf Schnee, doch sein linker Knöchel braucht noch Zeit.

So schön kann der Herbst sein: „Ich war am Mittwochmorgen der Erste auf der Piste, das Wetter war traumhaft schön, alles war brettleben, ein leichter Pulverschnee zuoberst, kein Buckel, nichts. So schön kann Skifahren sein“, berichtete Marcel Hirscher nach seinem ersten Wiedersehen mit jenem Material, das die Grundlage seiner Arbeit und seiner Erfolge ist. Das Kitzsteinhorn zeigte sich von seiner besten Seite, und der Erste am Berg hatte einen Riesenspaß.

„Und dann denkst du an Sölden, an den Steilhang, bam, bam, bam“, der 28-Jährige klatscht in die Hände, und sein Blick verrät, was Hirscher ohnehin schon geahnt hatte: Ein Start beim ersten Weltcup-Riesenslalom der Olympia-Saison ist eine Illusion, ein Start im Slalom von Levi zwar nach wie vor Teil seiner Gedankenwelt. Doch der Realist aus Annaberg weiß: Dafür wird es wohl ein Wunder brauchen.

„Mir fehlen Zehntausende Tore“, Schneetraining war bislang nicht möglich, weil sich der Doppelweltmeister von St. Moritz einen Sommer in Europa gönnte – und sich bekanntlich Mitte August am Ende seines ersten Tages auf dem Schnee des Mölltaler Gletschers den linken Außenknöchel gebrochen hat. Seit vier Wochen ist er den Gips los, und, immerhin, „im Skischuh geht es mir eigentlich besser als barfuß“. Das ist ja auch schon einmal etwas. Und: „Ich hab‘ gar nicht gewusst, dass mir Skifahren so am Herzen liegt.“

TV-Lehrgang

Sölden wird er definitiv auslassen – auch als Werbeträger und Zuschauer. „Der ganze Trubel, das Tohuwabohu, da bin ich eigentlich nicht so scharf drauf“, gesteht Hirscher, der sich zwar das Rennen im Fernsehen anschauen will („Da kann ich etwas lernen“), ansonsten aber weiter an seiner Rückkehr arbeitet. „Am Mittwoch habe ich mir gedacht, der Knöchel ist okay. Heute denke ich mir: Okay, das dauert noch.“

Grund für dieses „Up and down“ (Hirscher) ist gar

Source:: Kurier.at – Sport

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