TV-Tagebuch: Skandal! Böswillige Trinkspiel-Sabotage bei Elefantenrunde!

By Guido Tartarotti

TV-Tagebuch: Elefantenrunde mit viel Gürtellinie, aber ohne 50 Shades Of Rute.

*Disclaimer: Das TV-Tagebuch ist eine streng subjektive Zusammenfassung des TV-Abends.*

Ob Elefanten, wenn sich ihre Chefs treffen, um auszudiskutieren, wer von ihnen den längsten Rüssel hat, von einer „Menschenrunde“ sprechen? Unwahrscheinlich. Erstens gibt es bei den Elefanten Chefinnen, und zweitens sind sie soziale und friedliche Tiere (ein Zusammenhang zwischen erstens und zweitens erscheint denkbar).

50 Shades Of Rute

Die letzte große Fernsehdebatte – im ORF trafen die Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und Neos aufeinander, das Team Stronach gibt es nicht mehr, und Pilz hatte Hausverbot – verlief erstaunlich gesittet. Wer ein Trinkspiel-Bingo geplant hatte, wurde enttäuscht und blieb nüchtern: Niemand sagte „Ich habe Sie auch ausreden lassen“, „Tal Silberstein“, „rotschwarzer Verwaltungsspeck“ oder „Westbalkan“.

(Frage: Was ist eigentlich eine Westbalkanrute? Klingt ein wenig nach Krampus und/oder „50 Shades Of Grey“.)

Was es dagegen in sogenannten rauen Mengen gab: Das am häufigsten gebrochene Wahlkampfversprechen – nämlich „Nur noch einen Satz“.

Spontane Gürtellinie

Die Moderatoren Tarek Leitner und Claudia Reiterer eröffnen die Debatte mit dem guten Witz „Reden wir über politische Kultur“. Worauf Christian Kern tatsächlich erklärt: „Diesen Wahlkampf hätten wir uns ersparen können.“ Klingt tatsächlich nach einem wertvollen Sparpozenial – wirft aber die Frage auf: Wieso sagt er das erst jetzt?

Sebastian Kurz sagt daraufhin allen Ernstes: „Nicht nur die Spitzenkandidaten, sondern auch die Bevölkerung ist froh, wenn bald gewählt wird.“ (Wer wollte noch einmal in Neuwahlen gehen?) Dann spricht er Dirty Campaigning an und sagt: „Vieles war unter der Gürtellinie, wir sollten sicherstellen, dass sowas nicht bewusst gesteuert stattfindet.“ (Aktivitäten unter der Gürtellinie also nur spontan.)

Strache sagt, er möchte gerne ein Diener sein (falls jemand einen sucht, einfach im FPÖ-Klub anrufen) und zeigt sich dann enttäuscht, dass sich niemand „hingestellt“ und für Dirty Campaigning entschuldigt habe (wie oft hat sich Strache in seinem politischen Leben, stehend oder

Source:: Kurier.at – Kultur

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.