Um sich ein Luxus-Leben zu finanzieren: Deutscher Apotheker soll Krebsmedis gestreckt haben

BOTTROP (D) –
Ein Apotheker hat krebskranken Patienten offenbar wirkungslose Medikamente verabreicht. Mehrere von ihnen starben. Im November startet der Prozess.

Er selbst finanzierte sich ein Luxusleben, Krebspatienten verabreichte er offenbar wirkungslose Medikamente. In Bottrop (D) haben gestern 400 Personen vor der Apotheke von Peter S. (46) demonstriert.

Am 13. November beginnt vor dem Landgericht Essen der Prozess gegen den Mann, der offenbar aus Geldgier das Leben Tausender riskierte, wie „Bild» schreibt.

Die Staatsanwaltschaft Essen geht davon aus, dass der in U-Haft sitzende Apotheker in 62’000 Fällen gegen die Rezeptur-Vorschriften verstossen hat. Mindestens 4000 Kranke sollen mit Therapiebeuteln ohne Wirkstoff behandelt worden sein. Mehrere Patienten starben.

„Die Patienten sterben sowieso»

Laut der Zeitung habe der Apotheker zu einem Mitarbeiter gesagt, dass die Patienten sowieso sterben würden. In den Therapiebeuteln sei nur reine Kochsalzlösung enthalten gewesen, keine Wirkstoffe.

Offenbar hat der beschuldigte Apotheker die gepanschten Arzneimittel monatlich bei den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet. Dadurch sei ein Gesamtschaden von 56 Millionen Euro entstanden.

Er selbst liess es sich gut gehen. Und leistete sich vom Gewinn eine luxuriöse zehn Millionen Euro teure Villa mit Pool-Rutsche über mehrere Stockwerke und wertvolle Kunstwerke.

So wollte er sein Vermögen retten

Besonders dreist: Der Apotheker soll aus der U-Haft heraus angeblich sein Vermögen an seine Familie und ins Ausland transferiert haben, wie „Bild» weiter schreibt. So habe er es vor dem Zugriff der betrogenen Krankenkassen und Opfer in Sicherheit bringen wollen.

Mittlerweile wurde das Vermögen von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Tragischerweise dürfte es aber schwierig sein, dem Apotheker tatsächlich die Schuld am Tod der Patienten nachzuweisen. Beim Prozess werden die Opfer nicht alle als Nebenkläger zugelassen. Denn im Einzelfall ist schwer nachweisbar, ob die Krebskranken nicht sowieso gestorben

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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