Nach Familiendrama in Basel: Erol B. zu 20 Jahren Knast verurteilt

Spurenspezialisten verlassen das Tathaus.

Der Türke Erol B.* (34) hat im Dezember 2012 auf seine Ex-Frau Zeynep und deren Eltern geschossen. Seinen Schwiegervater verletzte er tödlich (†60). Jetzt wurde das Mordurteil gegen B. bestätigt.

Das Bundesgericht hat die Verurteilung des Türken Erol B.* (34) zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren wegen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes bestätigt. Der Türke erschoss 2012 in Basel seinen Schwiegervater (†60) und verletzte seine Ehefrau Zeynep und Schwiegermutter schwer (BLICK berichtete).

Erstinstanzlich war der 2006 aus der Türkei in die Schweiz eingereiste Erol B. zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das baselstädtische Appellationsgericht bestätigte den Schuldspruch, verkürzte jedoch die Freiheitsstrafe.

Täter behauptet er hatte ein Blackout

Das Bundesgericht kommt in seinem am Montag publizierten Urteil zum Schluss, dass die Rügen des Verurteilten zu seinem Verfahren unbegründet seien. Der Mann hatte unter anderem geltend gemacht, dass seine Teilnahmerechte bei Befragungen von Zeugen und Auskunftspersonen während der Untersuchung verletzt worden seien.

Auch sei kein psychiatrisches Gutachten von ihm erstellt worden, bemängelte der Mann. B. brachte vor, er habe zur Tatzeit ein Blackout gehabt. Zudem habe eine mediale Vorverurteilung stattgefunden, was weder unter dem Gesichtspunkt der Fairness des Verfahrens noch bei der Strafzumessung berücksichtigt worden sei.

Der Verurteilte war im Dezember 2012 mit einer geladenen Waffe in die Wohnung der von ihm getrennt lebenden Ehefrau Zeynep gekommen. Dort wollte B. seine Tochter sehen. Diese brachte er ins Schlafzimmer, bevor er auf die beiden Schwiegereltern und seine Frau schoss. Der Schwiegervater verstarb noch am Tatort. Die beiden Frauen erlitten schwere Verletzungen an Ober- und Unterschenkel. (SDA/rad)

* Name der Redaktion bekannt

Source:: Blick.ch – Schweiz

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