Tränen-Abschied eines ganz Grossen: Grazie, Gigi!

By Patrick Mäder

Mit 39 und bitteren Tränen gibt Italiens Kult-Goalie Gianluigi Buffon den Rücktritt aus der Squadra Azzurra. Die Italiener verlieren eine ihrer ganz grossen Persönlichkeiten.

Wie bedeutend dieser Montagabend in Mailand war, hat man in Buffons Augen bei der Hymne vor dem Spiel ablesen können. Da zeigten sich Tränen und der Torhüter sang wie gewohnt mit grösster Inbrunst: „Lasst uns die Reihen schliessen. Wir sind bereit zum Tod. Italien hat gerufen.» Pathos, das der ganzen Nation die Gänsehaut über den Rücken jagte.

Nach dem Schlusspfiff, der das 0:0 besiegelte und damit das endgültige Aus des vierfachen Weltmeisters im Kampf für einen Platz an der WM 2018 in Russland, gab es wieder Tränen. Einen Stiefel voller bitterer Tränen, den Tod einer riesigen Hoffnung.

Und Gianluigi Buffon, den alle liebevoll Gigi rufen, stand aufgelöst vor der Kamera des italienischen Fernsehens. Er schluchzte seinen Abschied von der Nationalmannschaft. „Wie haben versagt“, stotterte er. „Auch aus sozialer Sicht wäre die Qualifikation für die WM so wichtig gewesen. Es tut mir leid. Es tut mir leid.»

Buffon, der Sozialromantiker

Gigi Buffon, der viel mehr ist als ein Fussballer, ein Hauptdarsteller auf der Lebensbühne. Der mit grandiosen Leistungen und wilden Eskapaden zum Torhüter-Monument wurde. Der mit seinem Hang zum Pathos emotional jeden berührte, Fan und Feind. Der mit seiner Fairness als leuchtendes Beispiel voranging. Der die Gegner vor dem Spiel herzte und auch danach, egal, wie die Partie ausging. Der eindringlich und kopfschüttelnd klatschte, wenn die italienischen Fans während der gegnerischen Hymne dummlaut pfiffen.

Buffon, der Sozialromantiker, den Männer gern als Freund haben möchten und Frauen als Beschützer. Auf Buffon war in der Nationalmannschaft während zwanzig Jahren Verlass. Auch wenn er seinen sportlichen Zenit überschritten hat, reicht ihm allein seine Persönlichkeit, um auch mit 39 immer noch zu den besten Goalies der Welt zu gehören.

Buffon, der

Source:: Blick.ch – Sport

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