Bauwerke mit Bedeutung

By Ursula Horvath

In einem Denkmal zu leben, ist etwas ganz Besonderes. Die Eigentümer tragen jedoch auch eine besondere Verantwortung. Steht ein Gebäude – egal ob Zinshaus, Villa oder Bauernhof – unter Denkmalschutz, braucht man für Umbauten die Zustimmung der Behörde.

Zwischen prominenten Bauwerken wie dem Museum für angewandte Kunst und der Urania finden sich auch ganz gewöhnliche Wohnimmobilien – etwa ein Bürgerhaus in der Annagasse oder ein Mietobjekt in der Bäckerstraße: Die Liste an unbeweglichen Denkmälern, die man auf der Webseite des Bundesdenkmalamts unter www.bda.gv.at abrufen kann, ist lang. In Wien sind nicht nur zahlreiche bekannte Gebäude betroffen, sondern auch viele Biedermeier- und Jugendstilhäuser, moderne Objekte und sogar Gemeindebauten. Das prominenteste Beispiel ist wohl der Karl-Marx-Hof im 19. Bezirk.

Wer wissen will, ob sein Haus dazugehört, kann auch ins Grundbuch schauen. „Hier ist eine Unterschutzstellung in der Regel ersichtlich gemacht, die entsprechenden Unterlagen finden sich dann in der Urkundensammlung“, erklärt Christian Marth, Partner bei Vavrovsky Heine Marth Rechtsanwälte.

Was ist ein Denkmal?

Über 38.000 Objekte stehen in Österreich unter Denkmalschutz. „Was überhaupt unter den Begriff Denkmal fällt, definiert das Denkmalschutzgesetz. Demnach sind es von Menschen geschaffene Gegenstände von geschichtlicher, künstlerischer oder sonstiger kultureller Bedeutung“, erklärt Marth. Denkmäler können also Statuen oder Münzen ebenso sein, wie ganze Stadt-Ensembles oder einzelne Gebäude. Diese kann das BDA per Verordnung oder Bescheid unter Denkmalschutz stellen. Dann sind Veränderungen nur noch mit amtlicher Bewilligung zulässig. „Mit der Unterschutzstellung wird ein öffentliches Interesse an der Erhaltung festgestellt. Das heißt, dass das Bauwerk nicht absichtlich zerstört oder abgebrochen werden darf. Der Eigentümer kann dazu angehalten werden, wirtschaftlich zumutbare Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen und zum Beispiel für eine intakte Dacheindeckung und dichte Fenster zu sorgen“, erklärt Eva Hody, Landeskonservatorin für Salzburg des Bundesdenkmalamts.

Was darf der Bewohner verändern?

Wer renovieren oder umbauen will, braucht also eine Genehmigung. Dabei geht es nicht nur um umfassende Sanierungsmaßnahmen,

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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