Der Mann mit der Extra-Stunde

By Rolf Westermann

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Christoph Hoffmann ist der Popstar der Hotellerie. Er hat die Bedeutung des lokalen Marktes für die Branche erkannt und den Urban Lifestyle salonfähig gemacht. Die vielerorts eingeschlafene Hotelgastronomie wurde von ihm wachgeküsst.

Es ist ein grauer Nebeltag im November 2016 in Paris. Morgens hat es kurz geschneit, am Mittag ist die Stadt kalt und nass. Im 23. Stock der futuristischen Zentrale des Hotelkonzerns Accor wartet eine Handvoll französischer Journalisten auf einen für sie unbekannten Gast aus Deutschland: Christoph Hoffmann, den CEO der 25hours Hotel Company.

Die Hammer-News des Tages wird lauten: Der größte europäische Hotelkonzern, Accor, übernimmt 30 Prozent der deutschen Kreativschmiede 25hours und blättert dafür rund 35 Millionen Euro auf den Tisch. Aber noch ist die Nachricht nicht raus. Hoffmann verspätet sich, bleibt im Verkehr stecken.

Es ist der Tag der Entscheidung, aber für viele erscheint das Thema auf den ersten Blick ähnlich nebulös wie die Wetterlage. Plötzlich macht eine Meldung des deutschen Bundeskartellamts über einen „Anteils- und Kontrollerwerb“ von Accor S.A. über 25hours die Runde.

Damit hat keiner gerechnet, alle sind verblüfft. Erste Medien fragen an, was es damit auf sich hat. Nun droht das sorgfältig gehütete Geheimnis vorzeitig aufzufliegen.

Doch dann kommt Hoffmann. Braun gebrannt wie immer. Seine dunklen Ringellocken schlängeln sich über die Stirn bis zur hellen Panto-Brille im Stil der 1920er Jahre. Er legt seinen orangefarbenen Schal ab.

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Das hellblaue Hemd ragt über seine graue Hose, darüber trägt er ein legeres blaues Sakko. Und natürlich hat er keine Krawatte um. Selbst die sonst im perfekten Businesslook auftretenden Accorianer verzichten auf einen Binder.

Hoffmann prägt den Stil, füllt den Raum. Gleich beim Eintreten parliert er locker in Englisch über gutes Essen und sammelt Sympathien ein, als er sagt: „Bis heute haben wir

Source:: The Huffington Post – Germany

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