Forscher entdecken mysteriöse Objekte, die mit extremer Geschwindigkeit durch die Milchstraße fegen

By Lisa Schönhaar

Hochgeschwindigkeitswolken

Das Weltall birgt unglaublich viele Mysterien, die umso rätselhafter sind, weil wir keinen genauen Blick auf sie erhaschen können. Eines der mysteriösesten Phänomene sind sogenannte Hochgeschwindigkeitswolken. Das sind riesige, enorm schnelle Wolken aus Gas, die im Halo der Milchstraße entdeckt wurden.

Doch bald könnten wir endlich sehr viel mehr darüber lernen, denn nun ist es Wissenschaftlern gelungen, die bisher detailreichste Karte dieser Wolken zu erstellen. Mithilfe von Radioteleskopen konnten die Forscher Filamente, Klumpen und Verästelungen erkennen, die zuvor noch nie gesehen wurden.

„In der Vergangenheit war das einfach nicht sichtbar. Jetzt könnte uns die Karte neue Hinweise auf den Ursprung und die physikalischen Bestandteile dieser Wolken liefern“, sagte Tobias Westmeier, ein Astronom von der University of Western Australia, der die Karte erstellte.

Niemand kann erklären, woher die Wolken kommen

Obwohl wir schon eine Weile von diesen Wolken wussten, waren sie für Wissenschaftler bislang ein Rätsel. Sie sind gigantisch, ihre Masse ist mehrere Millionen mal so groß wie die Sonne, ihr Durchmesser beträgt mehr als 80.000 Lichtjahre.

Sie schweben durch das galaktische Halo — wobei „schweben“ relativ ist. Sie bewegen sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 70 bis 90 Kilometern pro Sekunde. Ihre Bewegung lässt sich in keiner Weise mit der galaktischen Rotation vereinbaren. Sie bewegen sich auf anderen Bahnen und mit höheren Geschwindigkeiten als die übrige Materie der Milchstraße.

Sie sind höchst eigentümlich, denn niemand kann erklären, woher sie kommen. Es existieren Vermutungen, wie beispielsweise die Annahme, dass es sich bei den Wolken um ein Material handelt, das von außerhalb in unsere Galaxie fällt. Oder um Material, das aus dem Inneren unserer Galaxie entweicht. Oder um Material, das bei der Entstehung unserer Galaxie zurückgeblieben ist und nun nach und nach mit ihr vereinigt

Source:: Business Insider.de

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