Klickfalle oder Angebot?: Von wegen Geschenk: Web.de und GMX jubeln Kunden mit einem Klick gleich drei Abos unter

By Malte Mansholt

Wer GMX oder Web.de nutzt, kennt die Meldungen. Ob zu Ostern oder dem Geburtstag: Regelmäßig muss man sich beim Abrufen der E-Mails an irgendwelchen Aktionen vorbeiklicken, in denen die Mail-Dienste kostenlose Probemonate zu Premium-Diensten „verschenken“. Wer nicht aufpasst, muss zahlen: Nach Ablauf der Probezeit wandeln sich die Schnupper-Angebote in ein kostenpflichtiges Abo um. Eine aktuelle Aktion ist aber besonders frech.

In der Nikolaus-Aktion bekamen die Kunden nicht nur einen, sondern gleich drei Verträge untergejubelt. „Ist Ihr Stiefel schon geputzt?“, fing die Anzeige an. „Mit GMX ist der Stiefel das ganze Jahr gut gefüllt“, hieß es dann weiter. Das Versprechen: Der Kunde bekommt gratis den Premium-Dienst TopMail, 100 GB Cloud-Speicher und ein Virenschutz-Programm – aber nur für einen Monat, wie ein Hinweis etwas abseits erklärte.E-Mail retten 20.00

Abos im Kleingedruckten

Nur wer bereit war, das Kleingedruckte zu lesen, bekam dann die vielen Haken des „Geschenks“ mit. Nach Ablauf des Probemonats fangen die Kosten an: Für den Cloud-Dienst verlangt GMX dann 1,99 Euro im Monat, für Top-Mail werden gar 4,99 monatlich fällig. Eine Besonderheit ist der Virenschutz: Hier ist das erste Jahr gratis, danach kostet er jährlich 9,99 Euro. Während die anderen Dienste monatlich kündbar sind, hat man hier immer ein ganzes Jahr an der Backe. Vorher muss man zwar auf „Kaufen“ klicken. Dass man dadurch aber gleich drei separate Abos abschließt, ist nicht sofort ersichtlich.

Beim Verbraucherschutz ist das Problem bekannt. „Da gibt es immer wieder Beschwerden zu“, erklärt Anneke Voß von der Hamburger Verbraucherzentrale. Es würden sich regelmäßig Kunden melden, die von dem Abo überrascht wären und nun nicht aus dem Vertrag kommen. Sobald sich die Verbraucherschützer einschalten, wäre 1&1, der Betreiber von Web.de und GMX, zwar immer entgegenkommend. „Es wäre aber natürlich trotzdem besser,

Source:: Stern – Digital

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