Muss H.S. (82) das Land verlassen? Aargauer Abzocker-Arzt droht Wegweisung

Nach der bedingten Gefängnisstrafe von zwei Jahren muss Skandal-Arzt H.S. aus Zurzach AG damit rechnen, dass er die Schweiz für immer verlassen muss. Das Migrationsamt dürfte die Situation prüfen.

Der 82-jährige Skandal-Arzt H.S.* aus dem Bezirk Zurzach AG könnte aus der Schweiz ausgewiesen werden. Der deutsche Staatsangehörige wurde im Juli zu zwei Jahren Gefängnis bedingt verurteilt. Grund: Er verkaufte illegal massenhaft Betäubungsmittel an schwerstabhängige Patienten (BLICK berichtete).

Das kantonale Amt für Migration und Integration (Mika) prüfe jetzt eine Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung, berichtet die „Aargauer Zeitung». Das sei bei längerfristigen Haftstrafen möglich. „Ob ein Verfahren eröffnet wird, hängt dann vom Einzelfall ab», sagt Juristin Doris Richner, die dem Stab des Mika angehört. Gemäss der Praxis des Bundesgerichts könnte das über ein Jahr dauern.

Bei der Wegweisung werde das öffentliche dem privaten Interesse am Verbleib gegenübergestellt. Zu den privaten Interessen gehören Aufenthaltsdauer, Integration, wirtschaftliche Situation, Familie oder Zumutbarkeit der Rückkehr.

Richner: „Wiegt das öffentliche Interesse an einer Wegweisung höher als das private Interesse an einem Verbleib, erfolgt eine Wegweisung.»

Betreibung von 45’000 Franken

Bevor der Arzt in die Schweiz kam, praktizierte er in Deutschland. Er lebt von einer Rente von rund 2400 Franken im Monat. Laut einem Betreibungsregisterauszug vom 29. März 2016 bestehen offene Betreibungen in der Höhe von 45’000 Franken, berichtet die „Aargauer Zeitung». Zudem sei zu diesem Zeitpunkt eine Einkommenspfändung vollzogen worden.

22’550 Tabletten eingekauft

Laut BLICK-Informationen kaufte er 2012 und 2013 im Apothekengrosshandel insgesamt 22’550 Tabletten des Beruhigungsmittels Dormicum sowie 720 Tabletten des Schlafmittels Rohypnol ein. Davon gab H.S. mehrere Tausend Tabletten direkt an einzelne Patienten ab, obwohl medizinisch keine Anzeichen bestanden, dass dies nötig gewesen wäre.

Einem Drogensüchtigen übergab er total 4500 Tabletten Dormicum und 60 Tabletten Rohypnol. Er tat dies, ohne ihn zu untersuchen, und über Mittag, als niemand in der

Source:: Blick.ch – Schweiz

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