Mysteriöse Krankheit: Mitarbeiter der US-Botschaft in Kuba hörten plötzlich Stimmen im Kopf — das soll dahinter stecken

By Jonas Lotz

US-Botschaft Havana

Bereits seit November 2016 berichten Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna, ein geisterhaftes Zirpen, tiefes Summen oder das Geräusch von kratzendem Metall zu hören. Manche hörten ein leichtes Flattern in der Luft, das sonst niemand im Raum vernahm und das verschwand, sobald man sich nur ein paar Schritte bewegte.

Innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten dieses Phänomens berichteten Betroffene von Hör- oder Sehverlusten, Schwindel oder Übelkeit. Über den Ursprung der Symptome liegen Offizielle im Streit. Die US-Regierung warf ihren Kollegen in Havana vor, eine Ultraschall-Waffe auf die US-amerikanische Botschaft abgefeuert zu haben. Auch von einer mysteriösen Krankheit war die Rede. Dieser Streit führte zu einer diplomatischen Krise zwischen den beiden Staaten, die sich erst Anfang 2016 wieder angenähert hatten.

Diplomaten leiden wahrscheinlich an einer „kollektiven psychogenen Störung“

Mediziner halten von dieser Theorie jedoch wenig. Ein Ausschuss kubanischer Ärzte erklärte am Dienstag, die Diplomaten leiden wahrscheinlich an einer „kollektiven psychogenen Störung“. Auch der US-amerikanische Neurologe Stanley Fahn, der eine Zusammenfassung des kubanischen Reports gelesen hat, stimmt dem zu, wie das Fachmagazin „Science“ berichtet.

Das 20-köpfige Komittee aus Ärzten, Neurologen, Gehörwissenschaftlern, Physikern und Psychologen begann zunächst, audiometrische Tests bei Nachbarn und Angestellten der Diplomaten durchzuführen, die ebenfalls von schädlichen Hörwellen betroffen sein könnten. Nur drei der 20 untersuchten Personen wiesen Abnormalitäten auf, jedoch hatten diese alle bereits existierende Hörprobleme.

Schallquelle konnte nicht ausgemacht werden

Auch eine Schallquelle in unmittelbarer Nähe der betroffenen Stellen konnte nicht ausgemacht werden. Gegenüber „Science“ gibt Mark Rasenick, Neurowissenschaftler an der University of Illinois in Chicago, an, dass eine entsprechende Schallwaffe ein Geräusch von über 130 Dezibel abgeben müsse — das entspricht ungefähr der Lautstärke von vier Düsentriebwerken.

US-Ärzte weigerten sich, Krankenakten der Betroffenen aus Datenschutzgründen mit den kubanischen Experten zu teilen. Allerdings stellten sie diesen Audioaufnahmen, die wahrscheinlich von Diplomaten oder deren Angehörigen in und um deren Häuser gemacht wurden, zur

Source:: Business Insider.de

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