Rätselhafte radioaktive Wolke schwebt über Europa – jetzt könnte der Ursprung geklärt sein

By Business Insider Deutschland

Im November wurde eine radioaktive Wolke über Europa entdeckt, die Forschern Rätsel aufgab. Entdeckt wurde sie bei verschiedenen Messungen Ende September und Anfang Oktober.

Verschiedene Agenturen bemerkten dabei Strahlungsspitzen vor allem in Mitteleuropa, auch Deutschland war betroffen. Das Französische Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRNS) konnte nun den Ursprung der Wolke festmachen.

Ursprung der radioaktiven Wolke eingegrenzt

Aufgrund der Verbreitung der Materialien liegt die Vermutung nahe, dass sie aus Russland oder Kasachstan stammt. Zumindest die Region zwischen der Wolga und dem Ural kann bestimmt werden. Die Kasachische Regierung hat sich zu diesen Erkenntnissen jedoch nicht geäußert. Russland wies darauf hin, dass ihnen kein Vorfall bekannt sei, bei dem Strahlung hätte freigesetzt werden können.

Der Hauptbestandteil der Wolke ist Ruthenium-106, das normalerweise in platinhaltigen Erzen gefunden wird. Es wird vor allem zur Behandlung von Tumoren eingesetzt. Die französischen Forscher gehen daher und wegen der feinen Verteilung in der Wolke davon aus, dass sie nicht durch einen Kernreaktor entstand.

Viel eher vermuten sie, dass entweder eine Forschungseinrichtung, die sich mit radioaktiven, medizinischen Behandlungsmethoden auseinandersetzt oder eine Kernspaltungsreaktion der Auslöser war.

Radioaktive Wolke für Europa ungefährlich

Verschwörungstheoretiker gingen von heimlichen Atomwaffentests Russlands in der Arktis aus. In diesem Fall wären allerdings bedeutend mehr radioaktive Isotope freigesetzt worden und nicht nur eines. Auch wenn der Entstehungsort also eingegrenzt werden konnte, bleibt dennoch die Frage offen, warum die Wolke entstand.

Es gibt aber Entwarnung: Durch die Halbwertszeit von einem Jahr ist die Strahlung bereits sehr gering und nimmt seit Anfang Oktober kontinuierlich weiter ab. Für Europa ist die Wolke nicht gefährlich.

Join the conversation about this story »

Source:: Business Insider.de

(Visited 2 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.