Kein Platz für Emmentaler: Wengen-König Feuz war im Oberland einst unerwünscht

By Marcel W. Perren

Es hat Zeiten gegeben, in denen Beat Feuz (30) im Berner Oberland unerwünscht war. Doch jetzt ist der Emmentaler der unantastbare König vom Lauberhorn.

Dieser Tag ist schon fast kitschig schön. Über Eiger, Mönch und Jungfrau hängt keine einzige Wolke. Und am Ziel der längsten Abfahrt huldigen 30 000 Skigenossen ihren König Beat. Dieser thront nach einem seinem zweiten Lauberhorn-Sieg nach 2012 in der Leader-Box und winkt seinem komplett skiverrückten Volk zu.

Bei Abfahrts-König Feuz regiert in diesem glorreichen Moment aber nicht die vorbehaltlose Überschwänglichkeit. Der Kugelblitz denkt auch noch einmal an die dunkeln Stationen seiner aussergewöhnlichen Karriere. An die zahllosen Verletzungen. Und seine Angehörigen erinnern sich noch einmal an die harten Anfangszeiten, in denen ihr „Beätu» ausgerechnet in der Region klein gehalten wurde, wo er jetzt majestätisch gefeiert wird.

Als kleiner Emmentaler musste er anfänglich in den Vergleichen mit den Berner Oberländern unten durch. „Im Emmental haben wir im Vergleich zum Berner Oberland nur ein kleines Skigebiet. Beat war der einzige Junior aus dem Hogant-Gebiet, der das Können für Starts bei überregionalen Rennen hatte. Gewisse Oberländer liessen uns anfänglich deutlich spüren, dass sie bei ihren Rennen keinen Emmentaler haben wollen», erzählt Beats Mutter Hedi.

Ablehnung macht Feuz stärker

Vater Hans hat ein passendes Beispiel auf Lager: „Beat war zwölf, als wir ihn für ein Nachwuchs-Punkterennen im Berner Oberland anmelden wollten.

Doch der Veranstalter schüttelte den Kopf: Am Rennen kann ich deinen Sohn nicht starten lassen. Im Teilnehmerfeld gibt es genug Oberländer. Aber wenn er will, kann er als Vorfahrer antreten.›»
Letztendlich hat auch diese ablehnende Haltung der Berner Oberländer Alpin-Barone den Beat Feuz noch stärker und vor allem zäher gemacht. So zäh, dass ihn nicht einmal sein schwerer Knie-Infekt im November 2012 stoppen konnte.

Weil er diese schmerzlichen Tiefschläge nie mehr vergesst, lehnt er auch den Vergleich zwischen seinem ersten und

Source:: Blick.ch – Sport

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