Todesboten nisten auf hundertjähriger Rotbuche vor Spital: Aarau hat einen Vogel

By Aline Wüst

Vor dem Kantonsspital Aarau nisten Saatkrähen auf einer Buche. Die Vögel sind laut und machen viel Dreck. Damit sie verschwinden, soll der Baum nun gefällt werden. Der Widerstand ist riesig. Doch weshalb kann ein Baum mit Krähen darauf so viele Menschen mobilisieren?

Das Problem hockt auf dem Baum und will bloss Eier ausbrüten. Doch mit der Privatsphäre ist es nicht weit her. Die 40 Saatkrähen-Paare beim Kantonsspital sind mittlerweile im halben Aargau bekannt. Mehr noch: Sie sind zum Politikum geworden.

Die Hauptrolle im Drama von Aarau gehört aber nicht den Vögeln, sondern dem Baum. Einer Rotbuche, hundertjährig. Auf dieser Buche nisten die Krähen. Das stört einige. Darum soll der Baum weg. Dass er gefällt wird, passt andern nicht. Das macht die Sache so kompliziert.

Begonnen hat das Trauerspiel vor zehn Jahren. Eine Kolonie von Saatkrähen liess sich vor dem Haupteingang des Spitals nieder. Wie sollten sie auch wissen, dass es in dem Gebäude Menschen gibt, die mit dem Tod kämpfen, und dass sie, die Krähen, gemeinhin als Todesboten gelten, dass manche Zeitgenossen in ihrem Gekrächze eine Botschaft hören – „Grab, Grab». Doch das ist nicht das einzige Problem: die Krähen machen ausserdem Dreck. Auch der stört. Die Spitalleitung versuchte also, die Krähen zum Umzug zu motivieren. Doch die Vögel blieben.

Der gute Wille ist aufgebraucht

In ihrer Hilfslosigkeit zog die Spitalleitung gar eine Tierkommunikatorin zu Rate. Die sprach mit den Krähen, die sagten ihr (so die Mediensprecherin des Kantonsspitals): „Wir sind hier, weil hier sehr viele belastende Emotionen anfallen. Diese negativen Emotionen lösen wir auf.»

Die „Aargauer Zeitung» hakte kritisch nach, wollte wissen, welche Massnahmen nun ergriffen würden. Die Sprecherin, um keine Antwort verlegen: Man hänge Klangelemente im Park auf, um den Krähen zu sagen: „Wir haben euch verstanden. Jetzt müsst ihr nicht mehr so viel ‹arbeiten›, also

Source:: Blick.ch – Schweiz

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