Fischotter – geschützt, aber es gibt zu viele

By no-reply@meinbezirk.at (Nicole Schauerte)

Vergangene Zeiten: Karl Zankl beim Fliegenfischen in der Oberen Gail. Heute finde dort keiner mehr Fische, beklagt er

Sie bedrohen die Existenz der Fischereipächter im Gailtal, doch das Land hat das Problem erkannt.

GAILTAL (nic). Die Erregung ist Karl Zankl in der Stimme anzumerken. Der Dellacher erklärt mit Nachdruck: „Die steigende Zahl der Fischotter im Gailtal hat dazu geführt, dass es momentan im Fluss fast keine Fische mehr gibt. Meine Existenz als Pächter von rund 16 Kilometern und Anbieter von Fischereikarten ist gefährdet.“

Keine Touristen zum Fischen
Die Touristen, die zum Fliegenfischen in die Region kamen, bleiben seit geraumer Zeit aus, weil es nichts zum Fischen gibt. Dagegen steht eine Jahrespacht von 24.000 Euro, die Zankl und sein Partner Stefan Gratzer pro Jahr zahlen.
Der Schuldige für die katastrophale Situation ist laut der Fischereiexperten ein Verwandter der Marder, dessen Lieblingsspeise Fische sind. Der Fischotter hat sich, so Fischrat Zankl, extrem vermehrt. Hilfe von den Behörden bleibt jedoch aus seiner Sicht aus. Und bereits um das Jahr 2014 herum war es der Fischreiher, der die Bestände in Flüssen und Seen dezimierte. Dieses Problem wurde gelöst.
Die Nachfrage bei BH Hermagor und Land Kärnten ergab: Der Fischotter ist bekannt! Grundlage allen Handels sind jedoch gültige EU-Bestimmungen und die Tatsache, dass diese Tiere streng unter Naturschutz steht.
Manfred Jost, der zuständige Abteilungsleiter der BH Hermagor, verweist unter anderem auf eine bereits durchgeführte Bestandserhebung und geplante Gesetze. Die bestätigt auch Renate Scherling, Leiterin der Abteilung 10 der Kärntner Landesregierung, und für Jagd, Fischerei und Tierschutz zuständig. „Für ganz Kärnten wurde von der Universität Graz 2017 ein Bestand von 361 Fischotter, darunter 285 erwachsene Tiere, ermittelt,“ erklärt die Juristin. „Außerdem sind die Bedingungen für den Erhalt der Tiere günstig. Dies ist die Voraussetzung, um überhaupt als Landesbehörde tätig zu werden.“
Laut Scherling wird noch im Feber eine entsprechende, derzeit in Abstimmung mit relevanten…

Source:: Meinbezirk.at

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