Die AfD im deutschen Bundestag: Provokation als Prinzip

By sandra.lumetsberger@kurier.at (Sandra Lumetsberger)

Seit sechs Monaten sitzt die Partei im deutschen Bundestag: Wie sie ihn veränderte und andere mit ihr umgehen

Sie sind meist vollzählig und applaudieren kräftig, wenn einer von ihnen am Wort ist: 92 Abgeordnete, zehn davon weiblich, sitzen seit sechs Monaten im Bundestag. An vorderster Front: Alexander Gauland und Alice Weidel. Noch am Wahlabend hatte er angekündigt: „Wir werden sie jagen.“ Gemeint war die Kanzlerin. Nun ein halbes Jahr später ist sie es noch immer. Und die


AfD
? Sie hat turbulente Zeiten hinter sich: Frauke Petrys Abgang, die Debatte um einen Bundestagsvizepräsidenten, den keine Fraktion wollte und eine „Schnittchen-Affäre“: Der Fraktionsgeschäftsführer Hans-Joachim Berg hatte für zirka zehntausend Euro belegte Brötchen bestellt und musste gehen. Nun soll laut Bild-Zeitung Martina Schenk, frühere Vertraute von Jörg Haider, bei der AfD anheuern, was diese als „Spekulation“ kommentierte. Auch ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Umfeld von Wolfgang Schäuble komme für den Posten infrage.

Es rumort also in der Partei, die Gauland einst als „gäriger Haufen“ bezeichnete. Auch heute sei man noch immer gärig, sagte er dem KURIER. „Natürlich setzt sich manche Gärung noch, aber ich würde nicht sagen, dass wir angekommen sind bei anderen Parteien.“ Und dafür sorgen sie im


Bundestag
selbst am besten: Wenn sich Abgeordnete ans Pult stellen, fallen Wörter wie „Völkerverschiebung“ oder „entartet“, die die anderen Fraktionen in Rage bringen. Drei von vier Ordnungsmaßnahmen gingen bisher an die AfD.

„Trial and error“

Die Debatten sind rauer geworden, beobacht Fedor Ruhose, Geschäftsführer der rheinland-pfälzischen SPD-Fraktion, der für das „Progressive Zentrum“ eine Anleitung schrieb, wie mit der AfD umzugehen sei. Nach sechs Monaten ortet er eine „Trial-and-error-Phase“ im <span itemscope=""

Source:: Kurier.at – Politik

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