Digitalisierung kontrolliert einsetzen

By no-reply@meinbezirk.at (Alfred Hofer)

Ob Spiele oder soziale Netzwerke: für viele vergeht dabei die Zeit unkontrolliert.

ROHRBACH-BERG (alho). Für viele scheint die ständige Erreichbarkeit ein oberstes Prinzip zu sein und geraten unter Druck, wenn sie nicht sofort auf E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten antworten können. „Bei 40 Prozent der Menschen ist in der Früh und am Abend der erste bzw. letzte Blick und Tätigkeit: aufs Handy zu schauen! Die Klienten werden immer jünger, da sie mit PC-Spielen nicht mehr zurechtkommen. Betriebe stehen unter enormen Zeitdruck eingelangte Mails zu bearbeiten“, erklärt Psychotherapeutin Maria Mittermaier. Sie hat durch ihre Tätigkeit bei pro mente Oberösterreich bei der Ambulanz für Spielsucht im Neuromed Campus des Kepler-Universitätsklinikums Einblick in Probleme vieler Menschen und meint: „Bei Kindern und Jugendlichen ist es ganz wichtig, Regeln einzuführen und eine Vorbildwirkung zu geben. Dies darf nicht mit Autorität verwechselt werden, das ist Erziehung: Der Medienkonsum sollte nicht in der Volksschule nicht wesentlich mehr als eine Stunde betragen. Die Kinder sind reizüberflutet und es gilt dies immer wieder auszugleichen durch Bewegung, durch Spiele mit anderen Kindern. Denn es geht nicht um die Zeit, die ich vorm Computer sitze, sondern anderes fehlt: Freundschaften pflegen, streiten mit Freunden, Bewegung. Arm ein Kind, das nicht mehr auf den Baum klettern darf!“
Handyfreie Zeiten
Die Rohrbach-Bergerin weiß aus Erfahrung mit Klienten, dass die Steuerung der Willensbildung und kognitiven Leistungen ein jahrelanger Prozess ist: „Die Eltern müssen Orientierung geben: Es sollte handyfreie Zeiten geben, zum Beispiel beim Essen oder das Verbot Handy und Tablets mit ins Bett zu nehmen. Ein Fernseher hat im Kinderzimmer nichts verloren, sonst fehlt die Kontrolle. Der Umgang mit digitalen Medien erfordert eine gewisse Reife.“ Mittermaier betont sehr auf Erholung und Ausgleich zu achten, indem man Kontakte pflegt, sich viel in der Natur aufhält und Hobbys ausübt.
Soziale Netzwerke machen vielen Druck
Über Whats-App, Facebook…

Source:: Meinbezirk.at

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