„Juncker-Plan“ kam in Österreich spät, aber doch ins Rollen

By hermann.sileitsch@kurier.at (Hermann Sileitsch-Parzer)

Infrastruktur: Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat in Österreich 2017 insgesamt 1,6 Milliarden Euro finanziert.

Es hat zwar etwas gedauert, aber 2017 hat der „Juncker-Plan“ auch in


Österreich
Fahrt aufgenommen. Damit ist jener 2014 neu installierte Topf gemeint, der EU-weit risikoreichere Infrastrukturprojekte finanziert – im Fachsprech EFSI (Europäischer Fonds für strategische Investitionen) genannt.

Österreich hat einen Riesensprung gemacht“, sagte


Andrew McDowell
zum KURIER. Der Ire ist Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und unter anderem für Österreich zuständig. Während 2016 gerade einmal 82 Millionen Euro bewilligt wurden, konnten 2017 schon 306 Millionen Euro unterschrieben werden. Somit sind es nun 15 EFSI-Projekte, bei denen die EIB 972 Millionen Euro Finanzierungsanteil leistet und somit 2,9 Milliarden Euro Gesamt-Investitionen ermöglicht.

Aktuelle Projekte sind etwa die zweite Tranche für die


ÖBB
zur Beschaffung neuer Cityjets – zugesagt ist ein Gesamtvolumen von einer halben Milliarde. Oder die Erneuerung von Europas in rund 1800 Metern höchst gelegenem Windpark Tauernwind in der Steiermark.

12 Prozent Innovatoren

Österreichs Ausschöpfungsgrad an EIB-Geldern sei generell „ziemlich gut. Wir sehen keinen Flaschenhals“, sagt McDowell. Die Investitionstätigkeit habe sich schneller von der Krise erholt als im Rest der


EU
. Ein Manko gibt es allerdings: 12 Prozent der heimischen Unternehmen zählt die EIB zu „führenden Innovatoren“, weitere 8 Prozent sind auf dem Sprung. Diese erhalten aber schwieriger Kredite, weil die Banken lieber „angreifbare“ Sicherheiten sehen wollen. Die EIB sieht hier Möglichkeiten, mit Besicherungs- und Garantieprodukten auszuhelfen.

Ein schwieriges Thema sind in Österreich auch Partnerschaften der öffentlichen Hand mit privaten Unternehmen (Public Private Partnerships/PPP). Hier sähe die EIB Potenzial im Breitband-Ausbau. Solche Projekte, bei denen die Risiken

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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