Lernt Geschichte

By no-reply@meinbezirk.at (Friedrich Klementschitz) Leider leben wir immer in Zeiten, wo sich kein Geschichtslehrer heranwagt, zu beschreiben, wie die einfachen Menschen in der Gegenwart angekommen sind. Jede Generation scheut die Gegenwart und findet dazu die Ausrede, die Gegenwart sei noch nicht Geschichte, was zu dem Irrtum führte, Geschichte sei eine Lehre über etwas, das längst vergangen sei. Richtig ist, man kann die Gegenwart nur verstehen, wenn man die bisherige Entwicklung betrachtet, nur so werden jene Strömungen sichtbar, die bis heute wirken. Die Geschichte ist die Lehre von der Entfaltung der zivilisierten Gesellschaft.
Ein qualifizierte Geschichtsunterricht geht stets von der Gegenwart aus, genau so wie ein Wanderer von zu Hause in die weite Welt reist und wieder zurück findet. Von der Gegenwart ausgehend, öffnet sich die Vergangenheit und weist gleichzeitig auch auf Möglichkeiten in der Zukunft hin. Dabei eröffnen sich Lösungen, wie wir die zukünftigen Probleme in Griff bekommen könnten. Eine wahre Geschichtsbetrachtung erlaubt immer einen Blick auf das Kommende.
Ein schlagendes Beispiel für die Nützlichkeit geschichtlichen Wissens sind die Berichte über Naturereignisse, die sich in gewissen Abständen wiederholen. Die Auswirkungen isländischer Vulkanausbrüche sind seit 1783 niedergeschrieben, trotzdem waren unsere Experten letzthin ahnungslos.
Der gestrige Starkregen führte zu einer Verlegung der Bahngleise zwischen Leibnitz und Spielfeld, was seit 1846 bereits ein dutzendmal passierte und oft dramatische Folgen hatte. Da frage ich: Müssten während eines stundenlangen Starkregens dem Bahnpersonal nicht aufstoßen, es könnte zu einer Rutschung zwischen Spielfeld und Leibnitz kommen oder ist es eine schicksalshafte Fügung, wenn ein Güterzug während eines Starkregens in eine Mure rast?
Gott sei Dank, war nicht der „Balkan-Express“ betroffen.

Source:: Meinbezirk.at

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