Trump-Anwalt Cohen scheiterte vor Gericht mit Antrag

In die Schlagzeilen geraten war Cohen zuvor wegen einer Zahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die angibt, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat der Rechtsvertreter vor einem US-Bezirksgericht eine Niederlage erlitten. Richterin Kimba Wood lehnte bei der Anhörung im New Yorker Stadtteil Manhattan am Montag einen Antrag Cohens ab, einiges von dem zuvor bei ihm beschlagnahmten Material unter Verschluss zu halten.

Wood stimmte allerdings zu, dass Cohens eigene Anwälte Zugang zu dem Material erhalten sollen. Cohens Büros waren am Montag vergangener Woche durchsucht worden. Die Ermittlungen gegen ihn zielen laut US-Justizministerium hauptsächlich auf sein Geschäftsgebaren ab. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen viele Vorwürfe gegen den langjährigen Trump-Vertrauten nicht im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Anwalt, sondern mit seiner Tätigkeit als Geschäftsmann.

In die Schlagzeilen geraten war Cohen zuvor allerdings bereits wegen einer Zahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die angibt, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Berichten zufolge wurden bei der Razzia bei Cohen vergangene Woche auch Unterlagen zu Geldzahlungen an die Pornodarstellerin sichergestellt.

Stormy Daniels erschien vor Gericht

Cohen hatte Mitte Februar zugegeben, Stormy Daniels wenige Tage vor der Präsidentenwahl 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 105.000 Euro) gezahlt zu haben – angeblich aus eigener Tasche und ohne Trumps Wissen. Das Geld soll Stormy Daniels dafür erhalten haben, dass sie die Affäre nicht ausplauderte. Die Vereinbarung hält sie heute für nichtig, sie liegt darüber im Rechtsstreit mit Cohen.

AP/Mary Altaffer

Auch Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, erschien am Montag vor dem New Yorker Gericht. Unter enormem Medienandrang drängte sie sich in letzter Minute in das Gerichtsgebäude. „Herr Cohen hat sich seit Jahren so aufgeführt, als stünde er über dem Gesetz“, sagte die Pornodarstellerin nach der Anhörung vor Journalisten. „Das ist jetzt vorbei“, kündigte sie an.

Source:: Kurier.at – Politik

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