Internationale Kritik an israelischem Vorgehen gegen Demonstranten

Palestinian demonstrators carry tires during a protest against U.S. embassy move to Jerusalem and ahead of the 70th anniversary of Nakba, at the Israel-Gaza border, east of Gaza City

Zwei weitere Palästinenser erschossen. Laut „Save the Children“ 150 Kinder angeschossen.

Nach dem Tod dutzender palästinensischer Demonstranten im Gazastreifen wächst die Kritik am israelischen Vorgehen gegen die Proteste. Deutschland, Großbritannien, Belgien und die Schweiz sprachen sich am Dienstag für eine internationale Untersuchung der Vorfälle aus. Die Türkei verwies den israelischen Botschafter aus Protest vorübergehend des Landes.

Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete Israel am Dienstag als „Apartheidstaat“. Dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu warf er vor, er habe „das Blut von Palästinensern an den Händen“. Israel verwies den türkischen Konsul bis auf weiteres des Landes.

Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee an der Grenze des Gazastreifens waren am Montag 60 Palästinenser getötet und mehr als 2.700 verletzt worden. Die Proteste entzündeten sich an der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Der UNO-Menschenrechtsrat und Amnesty International sprachen mit Blick auf das israelische Vorgehen von „Kriegsverbrechen“.

REUTERS / MOHAMMED SALEM

Die Arabische Liga forderte den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zu Ermittlungen zu den „Verbrechen der israelischen Besatzer“ auf. IStGH-Chefermittlerin Fatou Bensouda erklärte, ihre Ermittler beobachteten die Ereignisse vor Ort aufmerksam, sie werde „angemessene Schritte ergreifen“.

Reporter ohne Grenzen vermutet „Kriegsverbrechen“

Auch Reporter ohne Grenzen (ROG) rief am Dienstag den IStGH an. Die Organisation wirft der israelischen Armee „Kriegsverbrechen“ gegen palästinensische Journalisten im Gazastreifen vor. Dabei geht es nicht nur um die jüngste Gewalt, sondern um Schüsse, die das Militär seit Ende März auf rund 20 palästinensische Journalisten abgegeben haben soll. ROG beklagt zwei Todesfälle.

Die Türkei und Südafrika beorderten aus Protest bereits am Montagabend ihre Botschafter aus Israel zu Beratungen zurück. Belgien und Irland bestellten am Dienstag Israels Botschafter ein.

<img alt="Female Palestinian demonstrator gestures during a protest against U.S. embassy move to Jerusalem and ahead of the 70th anniversary of Nakba, at the Israel-Gaza border, east of Gaza City" title="Female Palestinian demonstrator gestures during a protest against U.S. embassy

Source:: Kurier.at – Politik

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