T. Ammann: „Bits & Pieces“: Im Cyberkrieg gegen das eigene Volk setzt Erdogan auf Waffen aus Deutschland

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Über „Spitzeltechnik aus Almanya“ berichtet die Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 15. Mai, und gemeint ist ein ebenso interessanter wie erschreckender Vorgang. Es geht um Spionagesoftware, mit der die türkische Regierung unter Erdogan offenbar Regimegegner ausspähte, und diese Software kommt, so legen Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher nahe, maßgeblich von einem deutschen Unternehmen.

Eine offenbar fiktive Twitter-Nutzerin @uysalnida59, so der Bericht, habe im Juli 2017 einen Link zu einer regierungskritischen Webseite gepostet. Interessierte sollen, so twitterte sie, „der AKP-Zensur zum Trotz“ diese Seite besuchen, „um den aktuellen Stand unseres Marsches für Gerechtigkeit zu erfahren und wo wir uns gerade befinden“. <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://www.stern.de/digital/thomas-ammann/6194306.html?utm_campaign=digital&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Kurzbio Thomas Ammann

Twitter-Falle

„Doch die Person Uysal Nida existiert wahrscheinlich gar nicht“, so die Autoren in der „Süddeutschen. „Der Link zur Webseite, den sie verbreitete, war eine Falle.“ Nutzer von Android-Smartphones seien dort aufgefordert worden, sich eine Datei herunterzuladen, die eine verborgene Spionagesoftware enthalten habe. Das wiederum hätten IT-Sicherheitsforscher von Access Now, einer Organisation für digitale Bürgerrechte, entdeckt. Nach Recherchen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR wurde die Software maßgeblich von dem deutschen Unternehmen Finfisher mit Sitz in München entwickelt. Verkauft wird sie offenbar nicht nur von Finfisher selbst, sondern auch von einem Firmengeflecht rund um die britische Gamma Group. Die beiden Unternehmen, so die „Süddeutsche“, hätten schon früher eng zusammen gearbeitet.

Das kann man so sagen. Als die Menschen 2010 im Arabischen Frühling nach Unabhängigkeit und Freiheit strebten und zu Zehntausenden auf die Straße gingen, brauchten sie keine Parteien und keine Anführer, um sich zu organisieren. Dafür hatten sie die neuen Medien: Das Internet und die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter schufen eine neue Gegenöffentlichkeit und Gegennachrichtendienste, mit denen sich die Wellen des Protests rasch ausbreiteten.

Während der tunesischen Jasminrevolution Ende 2010 benutzte die junge Generation vor allem Facebook, um

Source:: Stern – Digital

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