Immobilienmärkte: Ende des Booms?

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise fließen wieder Milliarden Euro in den Immobilienmarkt.

„Die Party ist vorbei“, sagte der bekannte deutsche Ökonom


Hans-Werner Sinn
. Seine Einschätzung war, dass die USA nach dem Zusammenbruch des Subprime-Häusermarktes die gesamte Weltwirtschaft nach unten ziehen werde. Ein paar Wochen später musste die Investmentbank Bear Stearns wegen Liquiditätsproblemen durch faule Kredite aufgefangen werden.

Das war im Frühjahr 2008. Exakt zehn Jahre später fließt so viel Kapital wie nie zu vor in die


Immobilienmärkte
. Wieder. In Europa wurden im vergangenen Jahr rund 291 Milliarden Euro in den Gewerbemarkt, also in Büros, Geschäfte, Wohnportfolios, Hotels und Spezialobjekte wie Lagerflächen investiert, zeigen aktuelle Zahlen des internationalen Immobilienunternehmens CBRE. Allein in Österreich waren es fast fünf Milliarden Euro. Gleichzeitig haben die Preise enorm angezogen und die Renditen für die Investoren auf rund vier Prozent gedrückt. Stellt sich die Frage: Wie stabil ist diese Entwicklung? Könnte auch diesmal die Party bald vorüber sein?

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Die niedrigen Zinsen und der Mangel an anderen, lukrativen Anlageprodukten haben den Investitionshunger der Geldgeber wie Fonds, vermögende Private, Pensionskassen und Investmentfirmen auf Immobilien befeuert – Stichwort Betongold. Weil die Nachfrage nach wie vor viel höher ist als das Angebot an verfügbaren Objekten, gehen Investoren zunehmend mehr Risiko ein. In


Österreich
etwa steigt die Zahl der so genannten „forward funding“-Deals. Dabei werden große Bauprojekte wie kürzlich etwa der Bürokomplex Austria Campus am Wiener Nordbahnhofgelände bereits während der Bauphase an einen Endinvestor veräußert.

Der Anteil ausländischer Käufer nimmt gleichzeitig zu, etwa aus dem asiatischen Raum. Rund 30 Prozent macht diese Investorengruppe bereits aus. „Mangels Angebot machen Investoren auch gewisse Abstiche. Sie akzeptieren beispielsweise kürzere Laufzeiten bei den Mietverträgen“, so Georg Fichtinger, Chef der Investment-Sparte bei


CBRE
Österreich.

Aber nicht

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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