Skandal um Ex-Raiffeisen-Chef weitet sich aus: Razzia bei Vincenz-Komplizen

By Konrad Staehelin

Die U-Haft für den Ex-Raiffeisen-König wurde gestern verlängert. Gleichzeitig kommt aus: Immer mehr Personen geraten in den Strudel. BLICK zeigt, wer es sein könnte, und zeichnet nach, wie es so weit kommen konnte.

Der Strudel um den gefallenen Raiffeisen-König Pierin Vincenz (62) reisst immer mehr Personen mit in die Tiefe: Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hat zwei weitere Verdächtige festnehmen lassen, hat ihre Wohnsitze und Geschäftsräume durchsucht und Strafverfahren wegen Gehilfenschaft zur ungetreuen Geschäftsbesorgung eröffnet. Das teilte sie gestern per Communiqué mit.

Vincenz droht U-Haft bis Mitte August

Dessen eigentlicher Zweck: zu verkünden, dass Vincenz und sein Spezi Beat Stocker (58) wegen „neuer Vorwürfe» noch länger in Untersuchungshaft sitzen werden. Bisher sind es zweieinhalb Monate. Jetzt hat das Gericht einer Verlängerung zugestimmt. Normalerweise gilt so eine Bewilligung für drei Monate. Das heisst: Vincenz droht U-Haft bis Mitte August.
Grund: Der Fall wird immer komplizierter. Zu Beginn ging es vor allem darum, dass die Kreditkartenfirma Aduno das Unternehmen Commtrain zu teuer gekauft haben soll. Hintergrund: Vincenz und Stocker steuerten als Präsident und CEO nicht nur Aduno, sondern waren auch die Mehrheitseigner an Commtrain. Beim Verkauf an Aduno schöpften sie möglicherweise privat Gewinn ab.

Auf weiteren Verdachtsfall gestossen

Jetzt stehen noch mehr Fragezeichen im Raum. Die Staatsanwaltschaft machte gestern klar, dass sie auf einen weiteren Verdachtsfall gestossen ist. Dabei dürfte es sich um die Firma Adunokaution handeln. Die kleine Bude wurde 2009 unter dem Namen Eurokaution gegründet, vermittelt Versicherungen von Mietkautionen. 2014 kaufte die Aduno sie auf, änderte den Namen.
Das Faule daran: Die 5,6 Millionen Franken Kaufpreis, welche die Aduno an die bisherigen Eigentümer bezahlte, waren möglicherweise viel zu hoch. Das Portal „Inside Paradeplatz» berichtet, Experten innerhalb der Aduno hätten den Nettowert der verschuldeten Eurokaution auf „maximal ein paar wenige Hunderttausend Franken» geschätzt.

Ein anderes Gutachten des Beratungsunternehmens Ernst

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

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