Zürcher Stadtrat: Grosse Rochade Zürcher Stadtrat

Der Zürcher Stadtrat hat die Departemente neu verteilt.

Grosse Rochade im Zürcher Stadtrat: Fünf der insgesamt neun Departemente erhalten einen neuen Vorsteher oder eine neue Vorsteherin. Die beiden bisherigen Stadträte Richard Wolff (AL) und Filippo Leutenegger (FDP) werden gegen ihren Willen versetzt.

Bei den Gesamterneuerungswahlen vom 4. März waren drei neue Stadträte gewählt worden. Bei dieser Zahl sei es fast nicht möglich gewesen, dass alle ihr Wunschdepartement bekämen, sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) am Mittwoch vor den Medien.

Zwei der bisherigen Stadträte waren denn am Mittwoch über die Verteilung der Departemente sichtlich enttäuscht. Richard Wolff von der Alternativen Liste (AL) war bei seiner Wahl vor fünf Jahren zum Sicherheitsvorsteher gemacht worden – gegen seinen Wunsch, wie er am Mittwoch sagte.

Inzwischen habe er das Sicherheitsdepartement „sehr gern bekommen». Nun wird er wieder gegen seinen Wunsch versetzt und zwar ins Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED). Grund dafür ist die Befangenheit von Wolff beim Dossier Koch-Areal, wie Corine Mauch sagte. Wolff musste vor knapp zwei Jahren das Dossier abgeben, da seine beiden Söhne im besetzten Koch-Areal verkehrten.

Ebenfalls gegen seinen Willen versetzt wird Filippo Leutenegger (FDP). Der heutige TED-Vorsteher muss ins Schul- und Sportdepartement wechseln. Eine Mehrheit des Gesamtstadtrats will das wichtige Dossier Verkehr nicht in bürgerlichen Händen lassen.

Leutenegger verbarg denn auch sein Missfallen an diesem „politischen Entscheid» nicht, wie er sagte: Er nehme diesen Schritt zur Kenntnis, das Vertrauen habe aber gelitten. Er habe immer versucht, möglichst unideologisch zu agieren.

Von den neu gewählten Stadträten übernimmt Andreas Hauri (GLP) das Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD). Er hatte bereits im Vorfeld der Wahlen klar gemacht, dass ihn dieses Departement reizen würde. Die GLP ist mit Hauri erstmals in der Zürcher Stadtregierung vertreten.

Karin Rykart (Grüne) wird neue Sicherheitsvorsteherin. Dies sei vielleicht auf den ersten Blick eine Überraschung, sagte Rykart. Sie habe aber unter anderem Kriminologie studiert und damit eine gewisse Affinität.

Source:: Blick.ch – Schweiz

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