DSGVO: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Datenschutzregelung

Was ist die Datenschutzgrundverordnung eigentlich?

Die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die einheitliche Regeln im Umgang mit personenbezogenen Daten schaffen soll. Sie ist keine Richtlinie, die erst in nationale Gesetze gegossen werden muss, sondern sie ist bindend. Die Verordnung gilt für alle Mitgliedsstaaten. Das heißt vor allem, dass sie die Daten der Verbraucher schützen und ihre Privatsphäre stärken soll. Der Nutzer bekommt mehr Rechte und kann selbst entscheiden, welche Daten er herausgeben möchte und welche nicht. Und er bekommt die Möglichkeit, zu erfahren, was mit seinen Daten passiert.

Wer ist von der Verordnung betroffen?

Es sind alle Unternehmen (auch Einzelunternehmer) betroffen, die in der EU ansässig sind und die mit personenbezogenen Daten arbeiten. Dazu gehören auch Blogger und alle Webseitenbetreiber. Aber auch Firmen, die ihren Sitz im Ausland haben und deren Angebote sich an EU-Bürger richten, sind betroffen – also auch Facebook oder Google. Personenbezogene Daten können Mitarbeiter-, Nutzer- oder Kundendaten sein, die E-Mail-Adressen, Namen Telefonnummern, Geburtstage, Kfz-Zeichen, Standort-Daten oder Cookies enthalten. Aber auch die IP-Adressen – also die Adresse eines Computers oder Servers – gehören dazu. Mithilfe dieser Daten können Personen identifiziert werden.

Gilt die Verordnung auch für Vereine und Verbände?

Ja. Sie müssen sich genauso an die DSGVO halten.

Was ist mit Privatpersonen?

Wer persönliche Daten persönliche (zur Ausübung eines Hobbys zum Beispiel) oder familiäre Tätigkeiten auf seinem Rechner speichert, ist nicht von der Verordnung betroffen.

Gilt die Verordnung nur für digitale Daten?

Nein. Sie gilt für jegliche Form der Daten, also auch analoge, zum Beispiel in Papierform.

Was bedeutet die Datenschutzgrundverordnung für die Unternehmen?

Sie müssen zunächst einmal ihre Datenschutzerklärungen anpassen – und zwar klar und verständlich. Darin muss für den Verbraucher ersichtlich sein, welche Daten zu welchem Zweck erhoben, verarbeitet und genutzt werden und ob diese Daten an Dritte weitergegeben werden (Beispiel Schufa beim Abschluss von Verträgen). Zudem

Source:: MZ – Politik

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