Erdogans Syrien-Offensive: Was aus den Menschen in Afrin geworden ist

By Lars Hauch

Flüchtlinge aus Afrin.

Rund zwei Monate sind vergangen, seit türkische Soldaten ihre Landesflagge im syrischen Afrin hissten.

Laut Angaben der Vereinten Nationen (UN) flüchteten rund 140.000 Menschen vor den wochenlangen Kämpfen zwischen einer Koalition aus syrischen Rebellen und der türkischen Armee auf der einen Seite und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) auf der anderen.

Zehntausende harren nun in Zeltlagern und zerstörten Dörfern der sogenannten Sheba-Region aus. Hilfe erreicht sie nur spärlich — die Konvois des Kurdischen Roten Halbmondes müssen auf ihrer Fahrt in das Gebiet Territorium des syrischen Regimes durchqueren.

Siam Nebi ist vor Ort. Im HuffPost-Interview berichtet die Aktivistin von den menschenunwürdigen Zuständen in dem vergessenen Niemandsland.

HuffPost: Was kannst du über die Situation der Menschen sagen?

Nebi: Es mangelt an allem. Vor allem an Lebensmitteln und Milch für Säuglinge. Drei mal wöchentlich werden Gemüse und Fleisch in den Flüchtlingslagern verteilt, aber es reicht vorn und hinten nicht.

Es liegt alles in Trümmern, die Mienen wurden nie geräumt.

Die Not ist groß, und die Sicherheitslage schlecht. Schon bevor all die Flüchtlinge aus Afrin kamen, waren die Dörfer in der Sheba-Region zerstört. Seit der Islamische Staat hier vor vier Jahren gegen die Rebellen gekämpft hat, liegt alles in Trümmern. Die Mienen wurden nie geräumt. Bereits zwölf Flüchtlinge sind von Explosionen getötet wurden.

Auf welchem Weg erreichen denn Hilfslieferungen die Flüchtlingslager?

Hilfsgüter und Spenden kommen aus den kurdischen Gebieten in Nordsyrien, dem Irak und aus Europa. Der Kurdische Rote Halbmond organisiert die Hilfskonvois, die dann von Kobanê in die Sheba-Region fahren.

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Source:: The Huffington Post – Germany

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