Nach Ausschreitungen in Gaza: Ägypten will weiteres Blutvergiessen verhindern

Nach der Gewalt an der Grenze zwischen Israel und Gaza hat Ägypten beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Israel und die Palästinenser müssten alles vermeiden, was dazu führe, dass weitere Palästinenser getötet werden, sagte der ägyptische Präsident.

Ägypten sei mit beiden Seiten in Gesprächen, „damit dieses Blutvergiessen aufhört», sagte Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Mittwoch im Staatsfernsehen. Er hoffe, dass die Palästinenser aus Protest gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem keine weiteren „Massnahmen» ergriffen, die zu weiteren Opfern führen könnten. Zugleich hoffe er, dass die Israelis erkennen würden, dass die palästinensischen Reaktionen auf die US-Entscheidung „legitim» seien und Israel mit „grösster Vorsicht mit dem Leben von Palästinensern» umgehe.

Kanada fordert Untersuchung

Derweil forderte Kanadas Premierminister Justin Trudeau eine unabhängige Untersuchung zu der Gewalt vom Montag. Es sei sei dringend notwendig, aufzuklären, „was im Gazastreifen passiert». „Gewalt, Aufrufe zur Gewalt und übermässige Gewaltanwendung» müssten untersucht werden. Der mutmassliche Einsatz scharfer Munition sei nicht zu entschuldigen. Trudeau bot die Unterstützung seines Landes bei einer Untersuchung der Vorfälle an.

Die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem am Montag war von blutigen Zusammenstössen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen begleitet worden. Rund 60 Palästinenser wurden dabei getötet und mehr als 2400 verletzt. (SDA)

Source:: Blick.ch – Ausland

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