Trikot-Affäre um Özil und Gündogan: Das Kreuz mit den Symbolen

Haben wir denn keine anderen Sorgen? Offenbar nicht. Die Nerven der Fußballnation Deutschland liegen derartig blank, als hätten wir das erste Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Russland verloren.

In vier Wochen steht die Begegnung erst an, Mexiko ist dann der Gegner in Moskau. Mesut Özil und Ilkay Gündoğan werden nach Lage der Dinge mit von der Partie sein, aber beide Leistungsträger der deutschen Mannschaft haben nun eben auch noch ein anderes Päckchen zu tragen, nämlich den Erdogan-Rucksack.

Özil und Gündogan als „Fünfte Kolonne“ Erdogans?

Und mancher einheimische Bedenkenträger sieht die beiden Kicker mit türkischen Wurzeln nach ihrem devoten Knicks vor dem Populisten aus Ankara schon als „Fünfte Kolonne“ Erdogans an.

Als Leute also, die auf subversive Weise die bestehende Ordnung verändern wollen. Damit wird den arglosen Gemütern allerdings dann doch wohl ein wenig zu viel zugetraut auf dem Spielfeld der großen Politik.

Özil und Gündoğan waren einer Einladung des türkischen Staatspräsidenten gefolgt und hatten ihm in London jeweils eines ihrer Trikots geschenkt.

Erdogan freut sich über den Werbeeffekt in eigener Sache

Das hat Recep Tayyip Erdogan gefreut, denn er ist gerade auf Werbeverkaufstour in eigener Sache. Bald wird es in der Türkei auf seinen Wunsch vorgezogene Wahlen geben, aus denen er, Erdogan, mit noch größerer Machtfülle als bisher schon hervorgehen dürfte.

Deshalb wird das Ganze ja veranstaltet. Da nimmt es sich natürlich hübsch aus, mit zwei Balltretern ausgerechnet aus jenem Land vor den Kameras zu posieren, in dem er für Wahlkampfauftritte ausdrücklich nicht erwünscht ist.

Es wird Erdogan ein innerer Vorbeimarsch gewesen sein, so treuherzig er auf den Bildern auch dreinblickt, die sein Hofstaat nicht ganz zufällig veröffentlicht haben wird.

Nationalelf will das Thema tiefer hängen

Nach anfänglich deutlicher Kritik zum Beispiel von Regierungssprecher Steffen Seibert, der Stimme Angela Merkels, sowie von Reinhard Grindel, dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB), bemüht man sich inzwischen namentlich im Management des Nationalteams tunlichst darum,

Source:: MZ – Kultur

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