Von wegen Landflucht: Wenn es im Dorf nicht mal mehr einen Geldautomaten gibt

By Wiebke Tomescheit

Mein Dorf war viele, viele Jahre für mich das Zentrum der Welt. Ich habe es geliebt und konnte Freunde, die mitten in der Stadt lebten, nie verstehen. Allein, weil man dort im Sommer nicht barfuß laufen konnte. Zumindest nicht über so blitzsaubere, sonnenwarme Gehwegsteine wie bei uns.

In meinem Dorf gab es zwei Gaststätten, zwei kleine Supermärkte, zwei Banken, zwei Bäcker, zwei Metzger, eine Post, einen Friseur und eine Tankstelle. Eine Kirche, einen Kindergarten und eine Grundschule. Einen Hausarzt und einen Zahnarzt. Das alles für etwa 1400 Einwohner. Mein Dorf heißt Nettlingen und liegt mitten in Niedersachsen. Es war alles da. Man konnte dort ganz wunderbar leben.

Doch das war einmal

<a target="_blank" rel="nofollow" title="Hauptsache zusammen: Es ist an der Zeit! Packt eure Freunde ein und zieht mit ihnen von der Stadt aufs Land!" href="https://www.stern.de/neon/heimat/stadt-land/heimatwarum-wir-alle-von-der-stadt-aufs-land-ziehen-sollten-7984098.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Stadt Landflucht 19.15 Uhr

Vor ein paar Wochen schloss die letzte der beiden Banken. Die Supermärkte sind längst nicht mehr da, die Bäcker ebenfalls zu und die Post sowieso. Die Tankstelle gibt es noch, immerhin. Denn: Wer wirklich etwas braucht, kommt nicht mehr drumherum, mit dem Auto loszufahren. Jetzt sogar, um sich Bargeld zu besorgen – denn die örtliche Volksbank ließ nach ihrer Schließung nicht einmal einen Geldautomaten da.

Kürzlich forderte Charlotte Roche in einer Kolumne in der „Süddeutschen Zeitung“, dass mehr Leute aufs Land ziehen sollten. Auch wir bei NEON <a target="_blank" rel="nofollow" title="Hauptsache zusammen: Es ist an der Zeit! Packt eure Freunde ein und zieht mit ihnen von der Stadt aufs Land!" href="https://www.stern.de/neon/heimat/stadt-land/heimatwarum-wir-alle-von-der-stadt-aufs-land-ziehen-sollten-7984098.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>haben schon vom Landleben geschwärmt. Denn es ist wunderschön: Allein der Sternenhimmel in der Nacht lässt mich bei jedem Heimatbesuch aufseufzen; jedem Vorbeigehenden auf der Straße ein Lächeln und ein „Hallo!“ zu widmen und ihn so als Menschen anzuerkennen – und nicht, wie in der Stadt, als Kulisse auf zwei Beinen zu ignorieren. Häuser mit

Source:: Stern – Politik

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