Wissenschaftler haben ein schwarzes Loch entdeckt, das 20 Milliarden mal größer ist als unsere Sonne

By Jonas Lotz

Schwarzes Loch

Australische Wissenschaftler haben ein rasant wachsendes schwarzes Loch entdeckt. Dieses soll innerhalb von 48 Stunden die Masse unserer Sonne anziehen können — zum Glück befindet es sich jedoch über zwölf Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt.

Zum Zeitpunkt der Entdeckung hat das schwarze Loch namens SMSS J2157-3602 eine geschätzte Masse von 20 Milliarden Sonnen, wie Christian Wolf, Astronom und Astrophysiker an der Australian National University, berichtete. „Dieses Schwarze Loch wächst so schnell, dass es aufgrund all der Gase, die es jeden Tag einsaugt und die sehr viel Reibung und Hitze verursachen, Tausende Male heller leuchtet als eine gesamte Galaxie“, so Wolf. Alle eine Million Jahre dehne es sich um ein Prozent aus.

Bei dem schwarzen Loch handelt es sich um einen Quasar

SMSS J2157-3602 wurde bereits mit einem Teleskop des europäischen Gaia-Satelliten entdeckt. Mit einer Spektralanalyse am australischen Siding Spring Observatory konnten die australischen Wissenschaftler um Wolf nun mehr über das schwarze Loch herausfinden.

Bei diesem handelt es sich genauer um einen sogenannten Quasar, die zu den hellsten Objekten des Kosmos gehören. Ihre Leuchtkraft kommt daher, dass diese supermassereichen schwarzen Löcher so viel Materie ansaugen, dass sie wieder Energie in Form von Strahlung abgeben.

Wolf und seine Kollegen fanden heraus, dass der Quasar im ultravioletten bis optischen Wellenbereich eine Leuchtkraft von 695 Billionen Sonnen hat. Damit ist er heller als alle bisher bekannten Quasare. „Wenn wir dieses Monster im Zentrum unserer Milchstraße hätten, würde es am Himmel zehnmal heller scheinen als der Vollmond“, so Wolf. „Es würde fast alle Sterne am Himmel völlig überstrahlen.“

Quasare könnten entscheidende Rolle im frühen Universum gespielt haben

Astronomen glauben, dass Quasare eine entscheidene Rolle im jungen Universum gespielt haben. Ihre intensive Strahlung könnte unter anderem die Reionisierung des Kosmos gefördert haben, in der zuvor neutrale Gaswolken in

Source:: Business Insider.de

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