Fahrzeugindustrie: Druck auf Tesla-Chef nimmt zu

Elon Musk bei der Vorstellung eines neuen Modells im letzten September.

Palo Alto – Schocknachricht für Tesla-Mitarbeiter: Mitten in der Startphase des neuen Model 3 hagelt es Kündigungen. Obwohl Firmenchef Elon Musk betont, dass Gewinne ihn nicht motivieren, will er die Kosten senken.

Elon Musk hat mit dem holprigen Produktionsstart von Teslas Hoffnungsträger Model 3 alle Hände voll zu tun, dennoch will der umtriebige Star-Unternehmer jeden neunten Mitarbeiter feuern.

Die Entscheidung sei „schwierig, aber notwendig», hiess es in einer E-Mail an die Tesla-Kollegen, die Musk am Dienstag (Ortszeit) bei Twitter teilte. Der Firmenchef begründete den Schritt mit der „Notwendigkeit, Kosten zu senken und profitabel zu werden». Noch in dieser Woche würden die entlassenen Mitarbeiter informiert.

Wie viele Kündigungen es konkret gibt, ist bislang nicht ganz klar. Aus dem letzten Jahresbericht von Tesla geht hervor, dass das Unternehmen Ende 2017 rund 37 500 Mitarbeiter hatte. Damit wären weit über 3000 Jobs betroffen. Angesichts der rasanten Expansion und der Einstellungsoffensive im Zusammenhang mit dem Model 3 dürfte die Beschäftigung in diesem Jahr jedoch noch kräftig gestiegen sein, so dass es auch um deutlich mehr Stellen gehen könnte.

Laut Musk betreffen die Kündigungen insbesondere doppelt besetzte und überflüssig gewordene Jobs, die während des rasanten Wachstums der vergangenen Jahre entstanden seien. Stellen in der Produktion würden nicht gestrichen, die Fertigung des Model 3 bleibe unberührt.

Der Tech-Milliardär sagte zudem, dass Gewinn für ihn und Tesla keine Motivation sei. Aber ohne gehe es langfristig eben auch nicht: „Wir werden unsere Mission niemals erfüllen können, wenn wir nicht irgendwann demonstrieren, dass wir dauerhaft profitabel sein können».

Mit seiner Mission – „den Wandel der Welt zu nachhaltiger, sauberer Energie beschleunigen» – wurde Musk zum Fahnenträger der Elektromobilität und gewann viele Anhänger. Doch letztlich muss bei Tesla auch die Wirtschaftlichkeit stimmen, denn finanziert wird das Unternehmen von den Aktionären. Die Firma aber verdient bislang, von einzelnen Quartalen

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

(Visited 3 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.