Blaublütige Königinnen

By no-reply@meinbezirk.at (Doris Necker)

Schaugarten Gabi Burger

Die meisten Kletterpflanzen brauchen einen regelmäßigen Schnitt, um Wuchsform und Blühfreudigkeit zu erhalten. Bei fruchtenden Kletterpflanzen, wie der Minikiwi, kann durch einen Sommerschnitt eine bessere Fruchtausbildung und dadurch eine reichere Ernte erzielt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schnittwunden im Sommer rascher verheilen und so Pilze und Bakterien keine Chance haben, in die Pflanze einzudringen. Außerdem wird das Wachstum bei besonders stark wachsenden Arten, wie dem Blauregen, ein wenig eingebremst.

„Blauregen eignet sich nicht für die Kübelhaltung am Balkon und sollte deshalb frei ausgesetzt werden. Wer dennoch von den herrlichen, blauvioletten Blütentrauben der Königin der Kletterpflanzen als Zierde für den eigenen Balkon träumt, der kann die Pflanze vom Erdboden bis zum Balkongeländer hinaufleiten. Vom Balkon aus sind dann auch die Schnittmaßnahmen leicht machbar. Blauregen sollte jedoch von Fallrohren der Regenrinne ferngehalten werden, da er sie mit der Zeit abschnüren kann. Für geschützte Lagen ist die Minikiwi, zum Beispiel die selbstbefruchtende Sorte „Issai“, ein lohnenswertes Gestaltungselement. An einem Klettergerüst gezogen, begrünt sie Wände und Fassaden oder kann als Sichtschutzelement dienen. Neben der ästhetischen Bereicherung und den köstlichen Früchten, trägt eine derartige Gestaltung sogar aktiv zum Klimaschutz bei“, weiß Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“.

Blauregen zähmen
Da der Blauregen zu den starkwüchsigen Kletterpflanzen zählt und mit der Zeit kräftige Triebe entwickelt, sollte er ab und an ein wenig „gezähmt“ werden. Außerdem ist für eine reiche Blüte im Frühjahr ein regelmäßiger Rückschnitt notwendig. Im Frühsommer werden daher alle Seitentriebe auf etwa 30 – 50 cm eingekürzt. Die Blüten für das kommende Frühjahr bilden sich dann auf den belassenen Kurztrieben. Sollten sich über den Sommer weitere neue Triebe bilden, werden diese weggebrochen, bevor sie…

Source:: Meinbezirk.at

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